Tauberbischofsheim

FN-Sommer Leser schauten sich die Baustelle des Mammutprojekts Stuttgart 21 an und besuchten das Mercedes-Benz-Museum

Dem Thema Mobilität auf der Spur

Archivartikel

In die Landeshauptstadt Stuttgart führte die FN-Sommertour am Dienstag. „Mobilität: Gestern – Heute – Morgen“ war das Thema. Besucht wurden die Baustelle S21 und das Mercedes-Benz-Museum.

Stuttgart. 40 Leser machten sich auf die Reise. Begleitet wurden sie von FN-Marketingleiter Michael Wünsch und Tina Reichert. Die Teilnehmer bekamen bei der Tour viele Informationen geboten. Und das schon auf der Fahrt und dem kleinen Fußmarsch zur städtebaulichen Führung zum Thema „Stuttgart 21“. Michael Wünsch führte die Gruppe etwa durch die Markthalle oder den Schlossgarten und erzählte dabei einiges zur Geschichte der Stadt oder markanten Gebäuden. Vor der Touristinformation in Stuttgart wartete Sybille Böpple auf die Besucher. Sie bot viel Wissenswertes zu „einem spannendem Thema“. Geklärt wurde zuerst mal der Name – „Stuttgart 21“. Der hat nichts mit dem Fertigstellungsdatum zu tun. Das wird einige Jahre später sein. „Ein Projekt für das 21. Jahrhundert“ – daher resultiert der Name. Geplant wurde das Projekt nämlich schon vor einiger Zeit, im vergangenen Jahrhundert.

Böpple erläuterte mit viel Empathie den Umbau das Bauprojekt. Stuttgart 21 – auch S 21 genannt – ist ein Verkehrs- und Städtebauprojekt zur Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart. Kernstück ist dabei der Umbau des Kopfbahnhofes in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof. Die Zulaufstrecken sollen in Tunnel verlegt, die frei werdenden Gleisflächen für die Stadtentwicklung genutzt werden.

Dimension wurde deutlich

„Beeindruckend“ – diese Einschätzung war von Teilnehmern öfter zu hören. Das galt nicht alleine der Fülle der Informationen, die geboten wurden. Sondern auch der räumlichen Dimension des Projekts. Die sind in der Tat riesig, von der Größe her ist das wirklich ein „Jahrhundertprojekt“.

Der Blick von oben auf die Baustelle des noch sichtbaren Tiefbahnhofs zeigte die ganze Größe von S 21. Die Dimension wurde beim Gang um die Baustelle richtig deutlich. Da spulten die Teilnehmer einige Meter per Pedes ab.

Mittlerfunktion

Durch den Bahnhof ging es zur Baustelle des milliardenschweren Vorhabens. Die Bahnhofshalle bot dabei einen etwas tristen Anblick, mit den vielen geschlossenen Geschäften und dem Baustellencharakter. Das soll aber natürlich nicht so bleiben, wie Sybille Böpple erläuterte.

Der neue „Bonatzbau“ – das historische Empfangsgebäude des Stuttgarter Hauptbahnhofs wurde von dem Architekten Paul Bonatz entworfen – soll künftig Angebote für Reisende und Pendler, Touristen, Geschäftsreisende und Anwohner bieten. Und das historische Bahnhofsgebäude werde künftig eine Mittlerfunktion zwischen „Altstadt“ und neuem Stadtquartier übernehmen.

Angesprochen wurden bei der Tour Themen wie der Brandschutz oder das Grundwassermanagement, genauso wie die Diskussionen zwischen Befürwortern und Gegnern des neuen Bahnhofs und die seit Jahren andauernden Montagsdemonstrationen der S 21-Gegner.

Zweite Station des Tages war das Mercedes-Benz Museum. Hier wird die Geschichte des Automobils von seiner Erfindung 1886 bis in die Zukunft hinein dargestellt. Auf neun Ebenen und 16 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentiert es eindrucksvoll 160 Fahrzeuge und 1500 Exponate. Das Museum genießt einen hohen internationalen Bekanntheitsgrad: Über neun Millionen Menschen aus aller Welt haben das Museum seit der Eröffnung 2006 besucht.

Geschichte des Automobils

Es führt den Besucher in einer Zeitreise von der Geburt des Automobils über die Ursprünge und Entwicklungen der Marke bis zum Blick in die Zukunft der Mobilität. „Ein Wahnsinnsmuseum“ – so die Einschätzung eines Teilnehmers. Das gilt nicht nur für die Fahrzeuge, sondern auch für die Architektur des Gebäudes. Die ist sehenswert und alleine schon einen Besuch wert.

„Mobilität: Gestern – Heute – Morgen“ – ein umfangreicher Themenkomplex, zu dem die Teilnehmer der Sommertour jede Menge Informationen bekamen. Apropos Mobilität: Hin– und Rückfahrt über den Stuttgarter Pragsattel verliefen problemlos. Das erlebt man auch nicht jeden Tag! Staugeplagte Autofahrer können davon ein Lied singen.

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.fnweb.de in einer Galerie.