Tauberbischofsheim

Corona-Kolumne: Trotz Corona viel gelernt

Archivartikel

Fabian Greulich zum Familienleben während der Corona-Krise

Das Coronavirus hat unser aller Leben total auf den Kopf gestellt, nicht wahr?! Es hat unseren Tagesablauf verändert, es hat uns verändert.

Es hat uns für lange Zeit zuhause „eingesperrt“ und wir haben lernen müssen, unseren Alltag neu, ganz anders zu gestalten. Mit allen Widrigkeiten, Einschränkungen und Entbehrungen, die uns die Pandemie und ihre weitreichenden Folgen aufgezwungen haben. Keine leichte Aufgabe für Gewohnheitstiere, die eben ihre Abläufe, Wege und Freiheiten gewöhnt sind.

Aber – ich hoffe, bei Ihnen zuhause ist das nicht anders – wir haben das Beste daraus gemacht. Bisher zumindest. Es kann ja keine Rede davon sein, dass sich die Lage für Familien mit kleinen Kindern großartig entspannt hätte, nur weil die Beschränkungen etwas gelockert wurden.

Rückblickend auf die bisherige Zeit der Krise ist aber durchaus festzustellen, dass wir in dieser außergewöhnlichen Lebenslage auch einiges dazu gelernt haben. Die Kinder, wir als Erwachsene, die ganze Familie.

Denn auf einmal ist Zeit da für gemeinsame Aktivitäten, zu denen wir sonst nicht, oder aber viel zu selten gekommen sind.

Ein Beispiel: Mein Sohn und ich haben noch nie so viel zusammen Fußball gespielt wie in den letzten Wochen. Begünstigt durch das meist schöne Wetter haben wir gebolzt was das Zeug hielt. Dabei war Fußball bis dato gar nicht so sein Ding. Jetzt will er immer Torwart sein und freut sich ein Bein ab, wenn er einen Schuss nach dem anderen entschärft.

Noch ein Beispiel: Unsere Tochter ist von heute auf morgen vom Laufrad auf’s Fahrrad umgestiegen und will das jetzt können. Es dauert nicht mehr lange, dann kann sie es auch ganz alleine.

Und ein letztes Beispiel: Beim Malen und Zeichnen hat sich in der Corona-Zeit auch einiges getan. Bei den Kindern geht es immer mehr ins Detail. Während unser Sohn mit stetig wachsender Begeisterung ganze Bildergeschichten mit immer detailgetreueren Motiven zu Papier bringt, bekommen die Meerjungfrauen und Prinzessinnen seiner Schwester ebenfalls immer deutlichere Konturen.

Darüber hinaus beobachten wir, dass die Kinder viel selbstständiger geworden sind, und sich ihre Konzentrationsfähigkeit deutlich verbessert hat. Sie sehen, man kann – mit viel gutem Willen – dieser deprimierenden Krisenzeit auch noch was Gutes abgewinnen. Vielleicht werden wir irgendwann sagen: So sehr uns diese verrückte Zeit auch Nerven gekostet hat – wir haben trotz Corona viel gelernt.

Liebe Eltern, liebe Kinder, bleibt gesund und fröhlich.

Glück auf!

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