Tauberbischofsheim

Covid-19 Gesamtzahl der bisher Infizierten steigt um zwölf auf 1110 / Sieben-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 86,1 / 24 weitere Personen gelten als genesen / Creglinger Realschulklasse in Quarantäne

Corona: Exponentielles Wachstum im Main-Tauber-Kreis „vorerst gebremst“

Archivartikel

Zwölf neue Corona-Fälle wurden am Dienstag im Main-Tauber-Kreis gemeldet. 24 weitere Personen sind genesen. Laut Landratsamt wurde das exponentielle Wachstum vorerst gebremst.

Main-Tauber-Kreis.Die Gesamtzahl der bislang mit dem Coronavirus infizierten Personen ist am Dienstag um zwölf Fälle auf 1110 angestiegen. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Bad Mergentheim, Creglingen, Großrinderfeld, Grünsfeld, Külsheim, Lauda-Königshofen, Weikersheim und Wertheim. „Es handelt sich in mindestens fünf Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. Alle neu Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation“, so das Landratsamt.

Von den infizierten Personen im Kreis sind unterdessen 24 weitere und damit insgesamt 940 Personen wieder genesen. Derzeit sind 157 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 19 (+3), Boxberg: 1, Creglingen: 22 (+2), Freudenberg: 4, Großrinderfeld: 10 (+2), Grünsfeld: 10 (+1), Igersheim: 5, Königheim: 3, Külsheim: 7 (+1), Lauda-Königshofen: 13 (+1), Niederstetten: 0, Tauberbischofsheim: 17, Weikersheim: 7 (+1), Werbach: 3, Wertheim: 31 (+1) und Wittighausen: 3. „Bei der Verteilung der genesenen Personen auf die Kommunen mussten Korrekturen vorgenommen werden“, teilte ein Sprecher mit.

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz blieb am Dienstag auf dem Wert des Vortags und damit bei 86,1.



Weitere Grafiken zum Verlauf der Corona-Pandemie im Main-Tauber-Kreis finden Sie hier.

Aufgrund eines Infektionsfalls musste eine Klasse der Realschule Creglingen unter Quarantäne gestellt werden.

Zwei Wochen nach Beginn des so genannten „Lockdown Light“ haben Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder eine erste Bilanz gezogen. „Dabei kommen wir für den Main-Tauber-Kreis zum gleichen Ergebnis wie Bund und Land. Dies bedeutet, dass das exponentielle Wachstum der Infektionszahlen durch die seit 2. November getroffenen Maßnahmen vorerst gebremst werden konnte“, bilanziert Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabs Corona im Landratsamt. Hierzu habe der ganz überwiegende Teil der Einwohner des Landkreises durch sein umsichtiges Verhalten einen wertvollen Beitrag geleistet.

„Dennoch bewegen sich die Infektionszahlen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Vor allem ist das Infektionsgeschehen weiter diffus. Es gibt also sehr viele kleine Infektionsherde überall im Landkreis, deren Quellen nicht bekannt sind“, fasst Schauder zusammen.

Für den Main-Tauber-Kreis bedeute das, dass rund 20 Prozent der Personen, die sich insgesamt mit Sars-CoV-2 angesteckt haben, seit dem 1. November registriert wurden. Bis Ende Oktober habe es im Kreis insgesamt 881 Fälle gegeben, nunmehr seien es 1110. Zuletzt seien auch wieder mehr Krankenhausbehandlungen erforderlich gewesen und es habe zwei Todesfälle gegeben. „Die Zahlen verdeutlichen den Ernst der Lage. Deshalb muss es auch für unseren Kreis das Ziel sein, das Infektionsgeschehen zumindest unter die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu drücken“, erklärt Schauder. „Die Pandemie wird uns noch viele Monate beschäftigen.“

Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden am Dienstag neun neue Corona-Fälle bestätigt. Die Gesamtzahl der bisher registrierten Infektionen liegt damit bei 1105. Der Inzidenzwert liegt bei 71,8. lra

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