Tauberbischofsheim

„Kluge Köpfe aus der Region“ Iris Weidinger, Vorstandsmitglied der European Energy Exchange in Leipzig, kommt am 12. März nach Tauberbischofsheim

Bündelung von Angebot und Nachfrage

Die European Energy Exchange AG (EEX) in Leipzig handelt den deutschen Strom. Deren Vorstandsmitglied Iris Weidinger ist am Donnerstag, 12. März, Gast der FN-Reihe „Kluge Köpfe aus der Region“.

Tauberbischofsheim. Iris Weidinger, eine geborene Dobmeier, hat ihre Wurzeln in der Kreisstadt – und von hier aus Stufe für Stufe die berufliche Karriereleiter nach oben erklommen. Seit knapp zwölf Jahren sitzt die 53-Jährige im Vorstand der European Energy Exchance AG und zeichnet als Chief Financial Officier für die Bereiche Finanzen, Controlling und Personal in dem Konzern, im Übrigen Teil der Deutschen Börse in Frankfurt am Main, verantwortlich.

Die achte Auflage

In dieser Eigenschaft ist Iris Weidinger am Donnerstag, 12. März, um 19.30 Uhr als erste Frau zu Gast in der Emil-Beck-Halle in der Pestalozziallee. Dort steigt die bereits achte Auflage der beliebten Reihe „Kluge Köpfe aus der Region“, in der Zwischenzeit längst zu einem Aushängeschild der Fränkischen Nachrichten geworden.

Die EEX ist ein Marktplatz für Energie und energienahe Produkte und Teil der EEX-Gruppe. Sie ist eine öffentlich-rechtliche Institution und untersteht dem deutschen Börsengesetz. An der EEX werden Erdgas, CO2-Emissionsrechte Emissionsberechtigungen, Frachtprodukte, Metalle, Agrarprodukte und darüber hinaus der Strom für die Lieferung in 20 Staaten gehandelt, wobei der nationale Strommarkt jener mit dem höchsten Volumen ist.

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Schleichendes Ende der Atomkraft, permanente Diskussionen um den Kohlestrom, erneuerbare Energien, Südlink, steigende Kosten für die Verbraucher – das Thema Strom beschäftigt die Deutschen mehr denn je und ist derzeit in aller Munde. Wohin führt der Weg?

Diese und viele andere Themen können an diesem Abend zur Sprache kommen. Mit Iris Weidinger kommt am 12. März eine erfahrene Expertin auf diesem Gebiet in die Kreisstadt.

Bei ihrem „Heimspiel“ wird die 53-Jährige unter dem Motto „Handel an der Energiebörse – Bündelung von Angebot und Nachfrage“ einen Blick hinter deren Kulissen werfen und den Besuchern in der Emil-Beck-Halle mit verständlichen Worten deren Abläufe und Aufgaben nahebringen.

Denn viele werden wohl schon mal von der „Strombörse“ gehört haben, wissen aber wenig darüber, was sich dahinter genau verbirgt. Dies ist ein organisierter Markt für Strom, der, ähnlich wie eine Wertpapierbörse, funktioniert. Als Produkte werden dort zeitlich abgegrenzte Mengen an Strom gehandelt.

Der Vorteil des Stromhandels an der Börse ist die Bündelung von Angebot und Nachfrage, wodurch eine hohe Liquidität erreicht werden kann.

Standardisierte Produkte ermöglichen einen geregelten Handel und schaffen einfache Vergleichsinstrumente, wodurch die Transaktionskosten sinken.

Strom für insgesamt 20 Marktgebiete in Europa – und in absehbarer Zeit auch darüber hinaus – wird an der Energiebörse EEX in Leipzig gehandelt.

Der Abend am Donnerstag, 12. März, wird, wie gewohnt, moderiert von FN-Redakteurin Heike von Brandenstein.

Sie wird sich zunächst mit dem hochkarätigen Gast unterhalten, um ihm auch das eine oder andere Persönliche zu entlocken. Im Anschluss wird Iris Weidinger ihre Arbeit vorstellen und interessante Einblicke in die Arbeit der Strombörse in Leipzig geben.

Abschließend hat das Publikum in der Tauberbischofsheimer Emil-Beck-Halle die Gelegenheit, sie mit Fragen zu löchern.