Tauberbischofsheim

Aus der Partnerstadt Vitry Erster Wahlgang brachte noch keine Entscheidung

Bouquet lag klar vorne

Vitry-le-François.Bei den landesweiten Kommunalwahlen im Nachbarland Frankreich ist in der Tauberbischofsheimer Partnerstadt Vitry-le-François Amtsinhaber Jean-Pierre Bouquet mit seiner Liste mit rund 42,5 Prozent der Wählerstimmen als deutlicher Sieger hervorgegangen.

Geringe Wahlbeteiligung

Es war ein viel knapperes Rennen erwartet worden, aber die schärfste Konkurrentin Linda Munster kam mit ihrem Team nur auf rund 23,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Bedingt wohl hauptsächlich durch die Furcht vor dem Coronavirus lag die Wahlbeteiligung nur bei knapp über 40 Prozent.

Neben den beiden Erstplatzierten übertrafen zwei weitere Kandidaten die Zehnprozentmarke, die in Frankreich für die Zulassung zum zweiten Wahlgang erforderlich ist. Cyril Triolet kam auf rund 19,5 Prozent, Pascal Erre auf etwa 12,1 Prozent der Wählerstimmen. Damit könnten theoretisch vier Kandidaten im zweiten Durchgang antreten, der für den kommenden Sonntag vorgesehen ist.

Zum Redaktionsschluss stand noch nicht fest, ob alle vier von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen.

Um diesen zweiten Wahlgang gibt es jetzt aber in Frankreich eine gesamtpolitische Diskussion, die bis hin zu Verfassungsbedenken gehen. Führende Politiker würden nämlich gerne den zweiten Urnengang wegen der Coronagefahr verschieben, doch Staatsrechtler warnen, dass das ohne eine Gesetzesänderung nicht möglich sei.

Das französische Wahlrecht sehe die beiden Wahlgänge an zwei unmittelbar aufeinander folgenden Sonntagen vor.

Wenn der zweite Urnengang später als eine Woche nach dem ersten stattfinden sollte, sei der erste hinfällig und es müsse komplett neu gewählt werden.

Ministerpräsident Philippe will diesbezüglich schnellstmöglich eine Entscheidung herbeiführen. mjk