Tauberbischofsheim

Verein für Hospiz- und Lebensbegleitung Mitglieder blickten bei Versammlung auf schwierige Zeiten während des Lockdowns zurück

Aus „Trostweg“ wird „Hoffnungsweg“

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Mitgliederversammlung während Corona-Zeiten – also Kontaktdaten hinterlegen, Maskenpflicht, Abstand halten – bedeutet schon eine Herausforderung. Dennoch herrschte bei der Mitgliederversammlung des Vereins für Hospiz- und Lebensbegleitung, die dieses Jahr situationsbedingt erst im Oktober stattfinden konnte, eine entspannte Atmosphäre.

Nach der Begrüßung und einigen einführenden besinnlichen Worten blickte die Vorsitzende Antje Bauer auf die vergangenen Monate seit der letzten Versammlung zurück. Höhepunkt im Herbst 2019 war am 12. Oktober der Welthospiztag, zu dem man auch die umliegenden Vereine zur Teilnahme hatte gewinnen können. So konnten die Vertreter/-innen auf dem Marktplatz vor der Liobakirche über Arbeit und Anliegen von Hospiz- und Palliativversorgung informieren, wobei es auch zu manch intensiven Gespräch kam.

Einen Tag später, am 13. Oktober, konnte man dann 25 Jahre Hospizarbeit in Tauberbischofsheim mit einem Gottesdienst in der Christuskirche feiern, in dem auch die Anwesenden die Möglichkeit bekamen, über eigene Erfahrungen mit bewegenden Begleitungen zu berichten. Bei einem anschließenden kleinen Imbiss kam es dann noch zu einem intensiven Gedankenaustausch. Aus beiden Veranstaltungen wurde um eine Spende für das Odenwald-Hospiz in Walldürn geworben.

Mit dem Lock-Down im Frühjahr gab es praktisch keine sozialen Kontakte – das bedeutete, dass nach den bisherigen angeforderten Sterbebegleitungen im häuslichen Bereich und im Johannes-Sichart-Haus, Adam-Rauscher-Haus und im Pflegeheim in Königheim lange Zeit keine weiteren Sterbebegleitungen seitens des Hospizvereins möglich waren. Nicht leicht gefallen war es den Verantwortlichen zudem, das Trauercafé „Sonnenlicht“ lange Zeit nicht stattfinden lassen zu können. Eigentlich wollte man nun Anfang November wieder damit beginnen, was aber wegen steigender Corona-Infektionszahlen nicht möglich ist. Und auch zum monatlichen Stammtisch wird man sich weiterhin nicht treffen können. Und den eigentlich für November geplanten „Trostweg“ in der Martinskirche will man im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit Wolfgang Eitzenberger als „Hoffnungsweg“ gestalten.

Jochen Leuschner verlas den Kassenbericht. Marion Lippert und Hildegard Baumann hatten die Kasse geprüft und bescheinigten ihm eine sorgfältige Kassenführung und beantragten dann die Entlastung des Vorstands, die einstimmig gewährt wurde.

Schließlich erklärten Brigitta Meuser und Swantje Popp, dass sie bei der Mitgliederversammlung 2021 aus privaten Gründen nicht mehr zur Wahl für den Vorstand zur Verfügung stehen werden. jaha