Tauberbischofsheim

Stationenweg durch die Stadt Kreatives und informatives Angebot für Jung und Alt

Auf den Spuren der Heiligen Lioba

Archivartikel

Tauberbischofsheim.Ein Nachmittagsprogramm ganz anderer Art wartete diesmal auf die Besucher des Liobafests, welches von vielen Kindern und Erwachsenen besucht wurde: An mehreren Stationen im Stadtgebiet konnten die Teilnehmer auf vielfältige Art und Weise erleben, wie das Vorbild der Heiligen Lioba den Menschen im Jahr 2020 bei der Suche nach einem erfüllten Leben helfen kann.

Eine Möglichkeit zum Einstieg war die Station im Klösterle-Garten unter dem Thema „Wie alles begann“. Auf Abbildungen wird Lioba oft als Äbtissin mit Buch und Glocke dargestellt. Die Legende erzählt von einem Traum ihrer Mutter in dem eine Glocke in ihrem Schoß läutete. Deshalb war es spannend, Glocken aus dem Stadtgebiet zu hören und zu erraten, wo diese beheimatet waren – sogar der Schulgong war dabei.

Weitere Stationen waren bei der Schneiderei Acar, wo es um die Legende des roten Fadens ging mit der Frage: „Was ist der rote Faden meines Lebens?. Auf dem Marktplatzareal gab es weit verzweigt drei Stationen, die die damalige Not und das Bedürfnis nach Unterstützung (hier konnten Fürbitten hinterlassen werden) aufzeigten. In der Liobakirche fand eine Ausstellung zum Leben und Wirken der Stadtpatronin statt.

Am Marktplatzbrunnen ging es um Mut, Hoffnung und Gottvertrauen, denn auch Lioba habe ihre Heimat verlassen und sich auf einen gefährlichen Weg ins Ungewisse begeben. Die Kinder begeisterte besonders, hier Holzschiffchen mit persönlichen Botschaften beschriften und aufs Wasser setzen zu können.

Auf dem weiteren Weg zum Gebäude des Caritasverbands wurde man unterwegs auf „Hunger nach: Essen, Würde, Arbeit, Gemeinschaft, Anerkennung, Liebe, Rat, Hilfe, Verständnis, Wohnung“ mit vielen Plakaten hingewiesen. In Tauberbischofsheim gibt es die schöne Tradition, dass nicht nur Kinder, sondern alle Gottesdienstbesucher in der Liobawoche ein Liobabrötchen bekommen. Warum? „Lioba weiß, was die Menschen brauchen, wonach sie hungern. Keinen weist sie ab“, so die Erklärung. Die Besucher der Station erhielten alle ein Lioba-Brötchen.

An der Station im Pausenhof der Grundschule am Schloss ging es um die Bildung, denn auch Lioba lag die Bildung am Herzen. In ihrem Kloster wurden Frauen und Kinder gebildet und ausgebildet – mit Kopf, Herz und Hand. Viele setzten große Hoffnung in sie. Die Besucher konnten Hoffnungen in ein großes Buch schreiben oder sich an der Aktion Hoffnungssteine beteiligen.

Somit war an allen Stationen das Leben der Heiligen Lioba mit dem eigenen Leben verbunden. Die letzte Station war in der Stadtkirche St. Martin. Hier stand das Fest der heiligen Lioba in seiner 75-jährigen Geschichte im Zentrum. Mit verschiedenen Instrumenten wurden Liobalieder interpretiert – unter anderem an der Orgel durch Kirchenmusikdirektor Michael Meuser und mit anderen Instrumenten durch Birgitta Meuser, Martina Wamser und Simone Werner.

Mit diesem Stationenweg, hervorragend durch das Gemeindeteam konzipiert, sollte deutlich werden: „Lioba kann auch heute das Leben der Menschen bereichern.“ Deshalb freuten sich die vielen Besucher, in kreativen und nachdenklichen Stationen die heilige Lioba neu kennenlernen zu dürfen. Bk