Tauberbischofsheim

Schwerer Betrug 27-Jähriger muss sich verantworten

Anklage erhoben

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Die Staatsanwaltschaft Mosbach hat jetzt gegen einen 27-Jährigen aus dem Main-Tauber-Kreis Anklage erhoben. Ihm wird schwererer gewerbsmäßiger Betrug in neun Fällen vorgeworfen, bei dem ein Schaden von 16 000 Euro entstanden ist, wie der Pressesprecher der Mosbacher Behörde, Oberstaatsanwalt Hansjörg Bopp, auf Anfrage den Fränkischen Nachrichten mitteilte.

Onlinehandel betrieben

Der 27-Jährige ist/war Geschäftsführer mehrerer Firmen, die Onlinehandel betreiben und auch in Tauberbischofsheim einen Sitz hatten. Unter anderem hatte er sich auf den Vertrieb von Erotik-Equipment konzentriert, darunter lebensgroße „Liebespuppen“, so genannte „Real Dolls“, für die auch verschiedene Perücken erworben werden können. Der Kundenstamm erstreckte sich dabei über das gesamte Bundesgebiet (wir berichteten).

Der Mann aus dem Main-Tauber-Kreis hatte die Räumlichkeiten in der Kreisstadt eigentlich ursprünglich noch bis 2021 gepachtet. Nachdem jedoch über mehrere Monate hinweg keine Miete mehr überwiesen worden sei, hatte sich der Eigentümer dazu entschlossen, ihn kurzerhand vor die Tür zu setzen und das Mietverhältnis mit sofortiger Wirkung zu beenden.

Ware bezahlt, aber nicht geliefert

Wie Oberstaatsanwalt Hansjörg Bopp unsere Zeitung wissen lässt, habe der 27-Jährige in einem Fall eine bereits bezahlte Druckpatrone nicht ausgeliefert, in den anderen acht Fällen sei es um besagte „Liebespuppen“ gegangen, die ebenfalls nicht beim Käufer eingetroffen seien, obwohl die Rechnung bereits beglichen war. Eine Puppe soll demzufolge einen Wert von 5000 Euro gehabt haben.

Ein Termin für eine Gerichtsverhandlung steht noch nicht fest.