Tauberbischofsheim

Covid-19-Schnelltests Freiwillige DRK-Helfer leisteten an Stationen auf dem Laurentiusberg professionelle Arbeit

Andrang war von Beginn an enorm

Archivartikel

Professionelle Arbeit wurde an Heiligabend auf der Corona-Teststrecke des DRK auf dem Tauberbischofsheimer Laurentiusberg geleistet.

Tauberbischofsheim.Groß war der Andrang an der Covid-19-Schnellteststrecke des Kreisverbands Tauberbischofsheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an Heiligabend auf dem Tauberbischofsheimer Laurentiusberg. Das DRK hatte die Organisation der kostenfreien Tests übernommen, die vom Stuttgarter Gesundheitsministerium zur Verfügung gestellt wurden die FN berichteten).

Getestet wurde neben der Anlaufstelle in der Kreisstadt einen Tag zuvor auch auf dem Wertheimer Reinhardshof. An beiden Stationen bildeten sich schon vor dem offiziellen Beginn lange Warteschlangen.

Bereits im Vorfeld hatten die Verantwortlichen kommuniziert, dass der Test keine offizielle Bestätigung für einen klaren Coronavirus-Befund sei. Dennoch hätten sich einige Bürger darüber beschwert, dass es kein offizielles Dokument über das Testergebnis gebe, berichtete Kreisbereitschaftsleiter Marco Genise beim Besuch von Landrat Reinhard Frank, Tauberbischofsheims Bürgermeisterin Anette Schmidt und DRK-Kreisverbandspräsident Oskar Fuchs an der Teststrecke.

Großes Lob für die Helfer

„Ich finde das ganz toll, was sie hier machen“, lobte Schmidt den ehrenamtlichen Einsatz der DRK-Mitglieder. Am Tag zuvor sei die Teststrecke in Wertheim schon sehr gut besucht gewesen. Aber in Tauberbischofsheim sei noch mehr los gewesen, erklärten DRK-Kreisgeschäftsführerin Manuela Grau und Kreisbereitschaftsleiterin Manuela Döhner.

Erhofft hatte man sich, vom Gesundheitsministerium 1000 Schnelltests aus der Notreserve des Landes zu erhalten. Geliefert wurden allerdings nur rund 700 für beide Teststationen.

„Wir haben um 7.30 Uhr mit dem Aufbau begonnen, und da waren die ersten Testwilligen auch schon da“, so Genise. Zu Beginn gab es kleinere Probleme mit der Anfahrt, denn die Teststation auf dem ehemaligen Exerzierplatz war von zwei Seiten zu erreichen. Trotz eindeutiger Ausschilderung nutzten manche Autofahrer die falsche Seite. Diese mussten dann umkehren und sich in die offizielle Schlange einreihen.

Die Tests an sich liefen professionell ab. In der Warteschlange erhielt jeder Bürger einen Fragebogen zum Ausfüllen und eine Identifikationsnummer, damit später das Ergebnis der richtigen Person zugeordnet werden konnte. Nach einer nochmaligen Kontrolle der Daten fuhren die Autos zu einem der vier aufgestellten Zelten, wo professionell vorbereitete Helfern die Abstriche vornahmen. Dabei konnten die zu Testenden entweder im Auto sitzenbleiben oder im Zelt auf einem Stuhl Platz nehmen.

Nach erfolgtem Abstrich fuhren die Getesteten in ihrem Auto in einen Wartebereich, um auf das Ergebnis zu warten. Das wurde dann meist nach 15 Minuten von einem Helfer überreicht.

„Wir sind heute mit ungefähr 35 Helfern im Einsatz, und alle freuen sich, dass sie dabei sind“, betonte Manuela Döhner. Die Ehrenamtlichen kommen aus allen Ortsverbänden des Kreises von Freudenberg bis Wittighausen, ergänzte Marco Genise. Teilweise haben sie sich an beiden Tagen für die Tests Zeit genommen. „Unsere Mitglieder waren in diesem Jahr weit weniger gefordert und wollen sich unbedingt einbringen“, begründete Manuela Grau den Einsatz.

Auch Oskar Fuchs hatte nur lobende Worte für die DRK-Helfer: „Ich bin stolz und dankbar, dass es so gut funktioniert.“ Landrat Frank, der auch Vizepräsident des DRK-Kreisverbands ist, ergänzte, dass der Schnelltest „den Familien ein Stück Sicherheit in dieser schweren Zeit“ gebe.

Einige positive Ergebnisse

Neben vielen negativen Ergebnissen waren bei den Tests auch einige positive dabei. Die Betroffenen wurden aufgefordert, sich sofort in Quarantäne zu begeben und umgehend einen PCR-Test durch einen Arzt vornehmen zu lassen. Frank erinnerte daran, dass die Dienstelle im Landratsamt auch an den Feiertagen voll im Einsatz sei, um die Krise bestmöglich zu meistern.