Tauberbischofsheim

Kleinkunst „medlz“ begeisterten in der Alten Füllerei in Distelhausen das Publikum

23 Lieder mit vier Akkorden

Distelhausen.Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe in der Alten Füllerei gab es noch einmal ein hervorragendes Konzert mit der Dresdner A-capella-Formation „medlz“. Mit ihrer musikalischen Liebeserklärung an die deutsche Sprache sorgten die vier Frauen für hervorragende Stimmung in Distelhausen.

Schon bei der musikalischen Begrüßung der Konzertbesucher sprang der Funke auf das Publikum über. Nach dem Eingangsintro wandten sich die medlz an das Publikum: „Ihr seid hier bei unserem Heimspiel, bei dem wir nur deutsch singen, denn wir haben wirklich eine schöne Sprache, denn Sprache bedeute auch immer Kultur, die man pflegen und weitergeben kann“

Das erste Stück des Abends war ein wahrer Klassiker aus der Feder von Ludwig van Beethoven „Die Ode an die Freude“ und diese passte mit ihrer Textzeile „alle Menschen werden Brüder“ bestens zum 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls am 9. November.

Mit dem Lied „Aurelié“ von „Wir sind Helden“ trafen die „medlz“ den Geschmack ihrer Zuhörer und diesem folgte die Eigenkomposition „Mein Fluss“ – auch dieses emotional im unverwechselbaren „medlz“-Stil vorgetragene Lied kam sehr gut an. Ein weiteres Stück war „Karneval der Gefühle“ von der Berliner Gruppe „Laing“.

Die Fantastischen Vier haben mit ihren Liedern viele Erfolge gefeiert, so auch mit dem „Liebesbrief“ von Thomas D, den das Frauen-Quartett, mit Rhythmusgeräten unterstützt, perfekt vortrug. Nach dem Lied „Chicago“ von Clueso endete der erste musikalische Teil der rasanten und charmanten Bühnenshow.

Die „medlz“ hatten auch ein tolles musikalischer Experiment nach Distelhausen mitgebracht, bei demdie Lieder ganz neu interpretiert und gemixt wurden. Das Lied der Prinzen „Küssen verboten“ sangen die „medlz“ mit der Melodie „Mit 66 Jahren“ von Udo Jürgens. Nicht alle Lieder bei der Raterunde erkannte man auf Anhieb, jedoch war das eine interessante Art Melodien und Texte verschiedener Interpreten zu mischen. Dem Publikum gefiel es sichtlich gut.

Die Berliner Band „Rammstein“ ist mit ihren deutschen Liedern auch gut im englischsprachigen Raum bekannt und beliebt – auch hier gab es eine rockige Bühnenshow mit den speziellen Interpretationen der „medlz“. Bei ihren Abendprogrammen überlegen sich die vier Frauen immer, welche Lieder sie in einen Konzertabend packen können, und in Distelhausen schafften sie es sogar mit nur vier Akkorden 23 Melodien bekannter Künstler vorzutragen – jedes einzelne davon ein erfolgreicher Schlager.

Die Lieder von Helene Fischer kennt jeder Schlagerfreund in Deutschland und hier ganz besonders den Gassenhauer „Atemlos“. Aber auf sächsisch – geht das auch? Ja, natürlich und das bewiesen die „medlz“ exzellent und dafür wurden sie mit stürmischem Applaus vom Publikum belohnt.

In der ehemaligen DDR gab es den DEFA-Kinderfilm „Alfons Zitterbacke“, auch hierzu hatten die Damen ein Lied mitgebracht, das die Mutter des Jungen einfühlsam sang und die gleiche Wirkung hatte dieses auch auf die Zuhörer in der Alten Füllerei. Erst nach mehreren Zugaben und tosendem Beifall durften die „Medlz“ unter den Klängen des Liedes „Der Mond ist aufgegangen“ die Bühne verlassen ubü