Tauberbischofsheim

Leichenfund Polizei schließt äußere Gewalteinwirkung aus

22-Jähriger starb an Vergiftung

Tauberbischofsheim.Am frühen Morgen des 29. Januar wurde von einem Hundebesitzer der Leichnam eines 22-Jährigen im Bereich der Kläranlage in Tauberbischofsheim aufgefunden (die FN berichteten). Die genaue Auffindestelle befand sich am linken Tauberufer, neben einem parallel zum Fluss führenden Schotterweg, circa 300 Meter nördlich der Tauberbischofsheimer Kläranlage an einem leerstehenden Pferdeunterstand, so die Polizei.

Noch am Dienstagabend erfolgte bei der Gerichtsmedizin in Heidelberg auf Anordnung des Amtsgerichts Mosbach eine Obduktion. Demnach ist eine äußere Gewaltanwendung auszuschließen. Zwischenzeitlich steht die Todesursache fest: Der Mann starb durch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Leiche wurde abgelegt

Ebenfalls nimmt die Kriminalpolizei Tauberbischofsheim an, dass der Mann nicht an der Stelle starb, wo er gefunden wurde.

Aufgrund von Zeugenaussagen wird davon ausgegangen, dass der 22-Jährige in der Nacht zum 29. Januar am Leichenfundort bei der Kläranlage abgelegt wurde.

Gestorben ist der 22-Jährige vermutlich schon ein paar Tage vor dem Auffinden des Leichnams. Inzwischen ist ebenfalls bekannt, dass der Tote alleine in der Nähe der Kläranlage wohnte, sich dort aber nur unregelmäßig aufhielt. Der junge Asylbewerber kam 2015 von Afghanistan nach Deutschland und war nicht als vermisst gemeldet.

Polizei sucht Zeugen

Bislang gab es keinerlei Hinweise aus der Bevölkerung, die die Ermittler zum Sterbeort des Mannes führen könnten. Aufgrund der Todesursache wird vermutet, dass der Mann möglicherweise in einer Gartenhütte genächtigt hat und sich hierbei, eventuell durch einen unsachgemäß bedienten Ofen, die Vergiftung zugezogen hat.

Das Kriminalkommissariat Tauberbischofsheim fordert daher Gartenbesitzer, insbesondere bei den Gartenhäusern in und um Tauberbischofsheim, auf, nachzuschauen, ob es Anzeichen gibt, die auf einen Übernachtungsgast hindeuten. pol