s.Oliver Würzburg

Basketball Die TG s.Oliver Würzburg empfängt am Sonntag um 18 Uhr den BBC Coburg / Drei ehemalige Würzburger im Coburg-Kader

Wieder „Frankenderby“ zum Auftakt

Archivartikel

22. September 2018: Mit 69:56 bezwang die TG s. Oliver Würzburg den BBC Coburg. Auf den Tag genau ein Jahr später kommt es erneut zum „Frankenderby“ beim Saisonstart in der Feggrube. Die nur auf wenigen Positionen veränderten Gastgeber wollen ihren Erfolg aus dem vergangenen Jahr nur zu gerne wiederholen.

Gleich drei Spieler der Gäste wissen ganz genau, wo in der Feggrube die Körbe hängen: Mit Constantin Ebert besetzt ein waschechter Würzburger, der das komplette Nachwuchsprogramm von s.Oliver Würzburg durchlaufen hat, in dieser Saison die Spielmacherposition des BBC Coburg. Der 23-jährige ehemalige Jugendnationalspieler und Bruder von Florett-Fechterin Leonie Ebert will sich bei den Oberfranken neu beweisen, nachdem er die vergangene Spielzeit wegen einer Knieverletzung komplett verpasst hat. Dazu kommt mit Daniel Urbano ein weiterer ehemalige Würzburger NBBL- und ProB-Spieler, der aus Jena nach Coburg wechselte. Auch BBC-Kapitän Christopher Wolf trug vor Jahren eine Saison lang das Trikot der TG s.Oliver Würzburg.

„Bei uns läuft im Großen und Ganzen alles nach Plan, auch wenn einige Verletzungen die Vorbereitung stören“, sagt TG-Headcoach Eric Detlev vor dem Start in seine zweite Saison. Badu Buck fällt mit einer Knöchelverletzung voraussichtlich noch bis zur Rückrunde aus, Neuzugang Nils Haßfurther steht beim Saisonstart wahrscheinlich nicht zur Verfügung: „Bei ihm und bei Joshua Obiesie liegt der Schwerpunkt aber mehr auf der Bundesliga-Mannschaft. Wir werden sehen, ob der Spielplan und die Belastung auch Einsätze bei uns zulassen.“

Wie im vorigen Jahr, als kein anderes Team in der gesamten ProB mehr „deutsche“ Spielminuten hatte, werden auch in der Saison 2019/2020 die jungen deutschen Spieler des Würzburger Farmteams, wie Philipp Hadenfeldt, Fynn Fischer und Jonas Weitzel viel Spielzeit und Verantwortung bekommen, um sie weiter an die BBL heranzuführen.

Dazu kommen erfahrene deutsche Akteure wie Kapitän Julian Albus (27 Jahre) und Tim Eisenberger (27), die zusammen mit den Youngsters im vergangenen Jahr in der Playdown-Runde den Klassenerhalt klar machten – wie auch der BBC Coburg.

Der Klassenerhalt ist wieder das sportliche Saisonziel Nummer eins , es soll aber deutlich frühzeitiger gesichert werden: „Wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben, haben wir eine gute Mannschaft und werden bei der Vergabe der Playoffplätze ein Wörtchen mitreden“, ist sich Detlev sicher: „Wir haben sehr viel Konstanz in der Mannschaft und konnten uns gezielt verstärken. Ich denke, dass wir besser abschneiden können als im letzten Jahr.“

Auf der Ausländerposition kann er mit dem Litauer Rytis Pipiras auf einen sehr athletischen Power Forward zählen, der viel Erfahrung und Basketball-IQ mitbringt: „Er weiß einfach, wie man Basketball spielt und kann seine Mitspieler stärker machen.“ Die Gäste aus Oberfranken haben mit dem kroatischen Spielmacher Toni Baric, dem britschen „Big Man“ Adedeji Adenekan und dem US-Amerikaner Princeton Onwas gleich drei ausländische Spieler in ihren Reihen. Für Eric Detlev sind am Anfang der Saison aber ohnehin „alle Spiele schwer, weil man nicht genau weiß, wie die Gegner aufgestellt sind. Coburg hat eine völlig neue Mannschaft am Start, während wir ganz gut eingespielt sind.“ pw