s.Oliver Würzburg

Basketball s.Oliver Würzburg hält lange mit, musste gegen einen aggressiver verteidigenden Gegner dann aber klein beigeben

Nur drei Viertel auf Augenhöhe

MHP Riesen Ludwigsburg – s.Oliver Würzburg 78:67

(18:18, 23:19, 16:21, 21:9)

Ludwigsburg: Brown (18 Punkte/davon 2 Dreier), Harris (18/1), Smith (16/2), Hulls (13/3), Darden (4), Herzog (3/1), Wohlfarth-Bottermann (3), Warren (3/1), Polas Bartolo, Rodriguez.

Würzburg: Persons (12/1), Hunt (11), Ogden (9/1), Ward (8), Obiesie (8/1), Koch (7/1), downs (6/1), Smith (4), Hoffmann (2).

Zuschauer: 500.

30 Minuten lang begegnete s.Oliver Würzburg dem Vizemeister auf Augenhöhe, nach dem dritten Viertel lag das Team von Headcoach Denis Wucherer beim Saisonauftakt in der Stadthalle Weißenfels noch knapp vorne. Am Ende setzten sich die MHP Riesen Ludwigsburg am 1. Spieltag des MagentaSport BBL Pokals mit 78:67 durch: „Es war kein offensiver Leckerbissen, aber 30 Minuten lang eine offene und umkämpfte Partie. Leider konnten wir das Spiel im vierten Viertel nicht mehr eng halten. Daran werden wir arbeiten müssen“, sagte Wucherer.

Wucherer musste am S auf Brekkott Chapman (Knie-OP) und Nils Haßfurther (Mandelentzündung) verzichten und besetzte seine Startformation bei der Saison-Premiere neben Routinier Florian Koch mit den vier Neuzugängen Tayler Persons, Cameron Hunt, Zach Smith und Mark Ogden. Auf der anderen Seite stand mit Jordan Hulls ein Ex-Würzburger beim Sprungball auf dem Parkett.

Das erste Viertel verlief ausgeglichen und endete mit 18:18. Die ersten drei Minuten von Abschnitt Nummer zwei gehörten dann den Unterfranken. Ludwigsburgs Headcoach John Patrick nahm seine erste Auszeit, nachdem Kapitän Felix Hoffmann, Zach Smith und dann Joshua Obiesie mit einem Sprungwurf und einem krachenden Fastbreak-Dunk den Spielstand auf 20:26 gestellt hatten. Nach der Auszeit kam Ludwigsburg wieder besser ins Spiel und führte zur Pause mit 41:37.

Nach dem Seitenwechsel war zunächst bei beiden Teams Sand im offensiven Getriebe, dann legte s.Oliver Würzburg den nächsten kleinen Zwischenspurt aufs Parkett und lag nach Freiwürfen von Florian Koch und zwei gelungene Aktionen von Cameron Hunt und Mark Ogden wieder knapp in Führung (41:43, 23. Minute). Dann waren wieder die Ludwigsburger am Zug (54:47). s.Oliver Würzburg ließ sich auch davon nicht beeindrucken, kämpfte weiter mit viel Herz und konnte den Spielstand erneut drehen - Joshua Obiesie traf mit ablaufender Uhr des dritten Viertels einen Acht-Meter-Dreier zum 57:58.

Dass es den Unterfranken danach nicht gelang, das Pokal-Duell bis in die Crunchtime offen zu gestalten, hatte mit der aggressiven Verteidigung der Ludwigsburger und nachlassender Konzentration zu tun: „Wir haben im vierten Viertel den Ball sechsmal zum Gegner geworfen, bei nur einem Assist“, legte Coach Denis Wucherer nach Spielschluss den Finger in die Wunde. Auch an die Freiwurflinie kamen seine Spieler im letzten Abschnitt kein einziges Mal: „Da waren wir zu wenig aggressiv.“

Stimmen zum Spiel

Cameron Hunt (s.Oliver Würzburg: „Es fühlt sich immer noch komisch an, vor so wenig Fans zu spielen. Trotzdem sind wir alle sehr froh, dass wir heute in die Saison starten konnten, auch wenn wir noch sehr viel Luft nach oben haben. Ich glaube, dass wir viel besser spielen können.“

Denis Wucherer (Headcoach s.Oliver Würzburg): „Es war nicht unbedingt ein offensiver Leckerbissen, aber 30 Minuten lang eine relativ enge und hart umkämpfte Partie. Leider konnten wir das Spiel im vierten Viertel nicht mehr offen halten und haben insgesamt sechs Mal den Ball zum Gegner geworfen, bei nur einem Assist. Dazu hat Ludwigsburg dann auch keine Fouls mehr gemacht, auch weil wir zu wenig aggressiv waren. Das hätten wir vielleicht etwas besser verkaufen können, um einfache Punkte an der Freiwurflinie einzusammeln. Das hat im letzten Viertel nicht mehr gut funktioniert. Wir werden daran arbeiten müssen, wie man so ein Spiel bis zum Schluss offen gestaltet.“