s.Oliver Würzburg

Basketball Bundesliga-Team von s.Oliver Würzburg empfängt am Samstag den Tabellenzweiten Ludwigsburg und muss am Dienstag zum -dritten nach Bamberg

Die Zeit der Ausrufezeichen ist jetzt gekommen

Archivartikel

Wenn nach siegreichen Spielen die traditionelle „Humba“ angestimmt wird, dann wird bei den Bundesliga-Basketballern von s.Oliver Würzburg meist auch das „Ausrufezeichen“ zitiert. Solche zu setzen, dazu hat das Team von Denis Wucherer in den nächsten Tagen gleich zwei Mal die Gelegenheit: Am morgigen Samstag geht es in der heimischen s.Oliver-Arena um 20.30 Uhr gegen den derzeitigen Tabellenzweiten MHP Riesen Ludwigsburg. Und bereits am darauffolgenden Dienstag muss Würzburg zum stets höchst brisanten Frankenderby nach Bamberg reisen. Spielbeginn in der dortigen Brose-Arena wird am 26. November um 19 Uhr sein.

Bislang absolut im Soll

Mit einer Bilanz von 5:3-Siegen liegen die Basketballer von s.Oliver Würzburg derzeit absolut im Soll, was den Kampf um den Einzug in die Playoffs angeht. Verloren wurde bislang nur gegen die drei Erstplatzierten der regulären Runde in der Vorsaison. Alle anderen Partien wurden gewonnen – mal mehr und mal weniger glanzvoll. Immerhin haben die Würzburger aber in Ulm gewonnen. Das ist ein Team, das in der Vorsaison in den Playoffs war – und auch dieses Mal dort erwartet wird, auch wenn der Start in die neue Spielzeit gegen erst einmal etwas in die Hose gegangen ist. Neuer Trainer, viele neue Spieler – so etwas braucht im Sport nun einmal meist etwas Zeit. Doch die Ulmer werden noch kommen. Davon ist zumindest Würzburgs Coach Wucherer überzeugt – und nicht nur er.

Probleme mit den „Stärkeren“

Der Sieg in Ulm war deshalb etwas überraschend, weil Würzburg sich in der Vorsaison gegen vermeintlich stärkere Mannschaften so ungemein schwer getan hat. Gegen die späteren acht Playoff-Teilnehmer zum Beispiel hatten die Unterfranken eine fast schon erschreckende Siegbilanz von 1:15 (nur gegen Bonn wurde zu Hause gewonnen). Dagegen hielt man sich gegen die etwas schwächer eingeschätzten Mannschaften meist schadlos. Die Würzburger Siege-Niederlagen-Bilanz gegen die Teams auf den Endplatzierungen 10 bis 18 lautete dementsprechend 16:2.

Zu den wirklich positiven Überraschungen der noch recht jungen Saison gehören eindeutig die MHP Riesen aus Ludwigsburg. Den zweiten Tabellenplatz nach acht Spieltagen hat den Barockstädtern vermutlich niemand wirklich zugetraut. „Bei Ludwigsburg passt die Mischung besser als in den vergangenen Jahren. Das Team strotzt nur so vor Athletik. Die Spieler bevorzugen das 1-gegen-1-Spiel. Hier haben sie ihre Stärken“, so Würzburgs Coach Wucherer über den Gegner vom Samstag, dessen Kader in dieser Saison von der Größe der Spieler her deutlich kleiner aufgestellt als in den Jahren zuvor. „Außerdem hat Coach John Patrick das Verteidigungssystem etwas umgestellt. Das alles macht es für uns nicht einfacher, gegen Ludwigsburg Lösungen zu finden.“

In der Vorsaison hat Würzburg zwei Mal gegen Ludwigsburg gewonnen; zu Hause sogar trotz eines 17-Punkte-Rückstandes nach dem ersten Viertel. Um ein solches Erfolgserlebnis zu wiederholen, „müssen wir einen Weg finden, gegen die Riesen gut zu verteidigen. Es ist immer schwer, gegen eine von John Patrick gecoachte Mannschaft zu spielen“, so Wucherer.

Rudds Einsatz noch fraglich

Ob Victor Rudd am Samstag mitwirken kann, steht noch etwas in den Sternen. „Bei ihm hat die linke Seite etwas zugemacht, und zwar von der Leiste über den unteren Rücken bis hoch in die Schulter rein“, so der Würzburger Trainer, der natürlich hofft, dass die medizinische Abteilung das Problem noch rechtzeitig in den Griff bekommt.