s.Oliver Würzburg

Basketball Noah Allen wird nicht mehr für Würzburg auflaufen / Suche nach einem Nachfolger läuft / „Rookie“ verletzt sich im Training

Brekkot Chapman hat’s wohl erwischt

Ein „blöder“ Schritt – und aus war’s. Würzburgs „Rookie“ Brekott Chapman hat sich im gestrigen Training möglicherweise schwerer verletzt. „Das sieht nicht gut aus“, zeigt sich Trainer Denis Wucherer wenig optimistisch. „Vermutlich hat der Meniskus etwas abbekommen. Genaueres können wir aber erst sagen, wenn er in der Röhre war.“

Vor dem Auswärtsspiel bei medi Bayreuth am Sonntag um 18 Uhr haben die Würzburger damit echte Personalsorgen, denn ein weiterer Spieler, der in den ersten beiden BBL-Partien sowie im Pokal dabei war, wird nicht mehr im Würzburger Trikot auflaufen. Noah Allens Vertrag wäre am kommenden Montag ohnehin ausgelaufen. „Wir haben uns entschlossen, den Vertrag mit ihm nicht zu verlängern und haben es dem Spieler bereits mitgeteilt.“ Allen wird nun in die USA zurückkehren und dort in der G-League wieder für seinen alten Verein spielen.

Pipiras vor BBL-Debüt

Sein Debüt in der BBL wird am Sonntag nun vermutlich Rytis Pipiras feiern, Der 24-jährige Litauer gehört eigentlich dem Kader des Würzburger „Farmteams“ in der 2. Liga (ProB) an, trainiert – wie einige andere auch – aber häufig beim Bundesliga-Team mit.

Außerdem könnte es sein, dass die Würzburger noch vor dem Bayreuth-Spiel einen Neuzugang präsentieren. Nach der Trennung von Allen ist ja wieder eine Ausländerposition im Team frei. Auf die Frage, ob die Suche nach einem Neuen schon begonnen habe, meinte Wucherer grinsend: „Wir sind Profis.“ Bereits nach dem überzeugenden Heimsieg über Göttingen hatte der Headcoach anklingen lassen, dass er gerne noch einen etwas größeren Spieler im Kader hätte, der auch auf der Position 4 spielen kann.

Bayreuth noch nicht in Tritt

Vor den beiden schweren Heimspielen gegen die beiden deutschen Top-Teams Alba Berlin (20. Oktober) und Bayern München (27. Oktober) würde den Würzburgern ein Sieg im Frankenderby natürlich gut zu Gesicht stehen. Die Chancen, das tatsächlich auch zu schaffen, sind gar nicht so schlecht. „Bayreuth hat sich in den bisherigen Saisonspielen nicht besonders gut präsentiert“, so Wucherer. Deshalb aber schon von einer Würzburger Favoritenstellung zu sprechen, ist für den Trainer derzeit definitiv noch zu früh. „Die Bayreuther werden hungrig nach einem Erfolgserlebnis sein. Sie wollen es mit Sicherheit nun zu Hause deutlich besser machen als zuletzt in Crailsheim.“ Dennoch, so Wucherer, ist die Würzburger Marschroute klar: „Alles was zählt ist, dass wir den ersten Auswärtssieg einfahren.“

Mut sollte den Unterfranken vor der Reise nach Oberfranken die Begegnungen der Vorsaison machen. Beide wurden nämlich gewonnen. Die Partie in Bayreuth, die das Team von Trainer Wucherer mit 99:84 für sich entschieden hatte, war dabei sogar eines der besten Würzburger Spiele der gesamten Saison.