s.Oliver Würzburg

Basketball s.Oliver Würzburg tritt am heutigen Dienstag um 19 Uhr im Frankenderby bei Brose Bamberg an, wo man noch nie gewonnen hat

Bei zehn Versuchen zehn Mal gescheitert

Archivartikel

Die Brose-Arena in Bamberg ist für Würzburger Basketballer und deren Fans kein gutes Pflaster. Es ist die einzige Halle aller aktuellen BBL-Teams, in der Würzburg bisher noch nicht gewonnen hat. Zehn Mal hat man es probiert – und zehn Mal ist man gescheitert. Häufig endeten die Begegnungen sogar mit einem richtigen Debakel für Würzburg. Erinnert sei nur an die Partie aus der Vorsaison, als die Oberfranken die Unterfranken beim 97:65 geradezu überrollten.

Am heutigen Dienstag werden es die Würzburger nun zum elften Mal versuchen, aus der 6200 Zuschauer fassenden Brose-Arena erstmals ein Erfolgserlebnis mit nach Hause zu nehmen – und zum elften Mal werden sie nur als krasser Außenseiter ins Spiel gehen.

Probleme gegen starke Gegner

Dies hat zwei Gründe. Zum einen liegt es an den Würzburgern, die sich nach wie vor schwer tun, wenn es gegen Mannschaften geht, die aktuell auf einem Playoff-Platz liegen. Zur Erinnerung: In der Vorsaison lautete die Siege-Niederlagen-Bilanz gegen die Playoff-Teams 1:15. Und auch in dieser Saison hat die Truppe von Headcoach Denis Wucherer alle vier Partien gegen die Teams auf Playoff-Plätzen (FC Bayern München, Alba Berlin, EWE Baskets Oldenburg und MHP Riesen Ludwigsburgs) verloren, wenn auch teilweise nur knapp. Dennoch: Auch in dieser Saison steht die Würzburger Bilanz bereits bei 0:4.

Gute Neuverpflichtungen

Zum anderen ist die Bamberger Favoritenstellung in den bisher doch bisher überraschend guten Leistungen des neunfachen Deutschen Meisters begründet, der derzeit auf dem dritten Platz liegt. Überraschend deshalb, weil sich die Bamberger derzeit in einer Umbruchphase befinden. Neu im Team ist nicht nur der 40-jährige belgische Headcoach Roel Moors, sondern auch insgesamt acht Neuverpflichtungen, mit denen man hofft, in naher Zukunft wieder an die absolut glanzvollen Zeiten zu Beginn des Jahrzehnts anknüpfen zu können. Getragen wird das Team unter anderem von Center Assem Marei und dem ehemaligen Würzburger ProB-Spieler Kameron Taylor, die für die meisten Punkte verantwortlich zeigen. Weitere feste Größten bei Bamberg sind darüber hinaus Tre McLean, Paris Lee, der Belgier Retin Obasohan sowie die deutschen Nationalspieler und Talente Christian Sengfelder, Elias Harris, Louis Olinde und Nelson Weidemann. Bei einer derart starken teaminternen Konkurrenz verwundert es kaum, dass der ehemalige Würzburger Publikumsliebling Maurice Stuckey sowie der routinierte Bryce Taylor derzeit nicht über die „Statistenrolle“ hinauskommen. „Moe“ Stuckey zum Beispiel stand am vergangengen BBL-Spieltag gerade einmal sieben Sekunden auf dem Parkett.

Ungewohnte „Englische Woche“

Für Würzburgs Trainer Denis Wucherer wird es heute auch darauf ankommen, wie sein Team die relativ kurze Pause seit dem Ludwigsburg-Spiel verkraften wird. „Wir spielen in dieser Saison nicht international, deshalb sind wir es auch nicht gewohnt, alle drei bis vier Tage zu spielen.“