Seckach

„Zeitbank Plus“ in Seckach Zwei Referentinnen zu Gast

Vorträge über mehrere Themen aus der Pflege

Seckach.Zum ersten Monatstreffen des Vereins „Zeitbank Plus“ in diesem Jahr war es der Vorsitzenden Elfriede Kohler gelungen, gleich zwei Referenten zu einem interessanten und aktuellen Thema zu gewinnen – zur Freude der vielen Zuhörer. Über das Angebot des neu eingerichteten Pflegestützpunkts Neckar-Odenwald-Kreis mit Sitz in Buchen informierte dessen Ansprechpartnerin Jutta Baumgartner-Kniel und den für Herbst in Seckach geplanten Kurs „Häusliche Betreuung in der Altenhilfe“ beleuchtete als Betroffene und Kursorganisatorin Christel Erbacher.

Persönlichen Bedarf ermitteln

Letztere arbeitet für die Katholische Landfrauen-Bewegung und schöpft aus einem reichen Erfahrungsschatz, wie zwei aus Seckach stammenden Teilnehmerinnen ihres letzten Kurses in Hardheim begeistert ausführten und einen solchen Kurs auch für Seckach empfahlen. „Finanziert von der AOK, zeichnet er sich durch qualifizierte Referenten aus, so dass die Teilnahme zu einem persönlichen Gewinn wird.“ Zunächst erfuhren die interessierten Zuhörer von Baumgartner-Kniel, dass sie und ihre Kollegin vom Pflegestützpunkt im Buchener Mehrgenerationenhaus individuell, trägerunabhängig und kostenfrei zu Fragen rund um das Thema Alter und Pflege, über sozialrechtliche und finanziell Leistungen sowie Unterstützungsangebote des Kreises informieren. Sie seien aber auch bei der Ermittlung des persönlichen Pflegebedarfs, der Erstellung eines individuellen Versorgungs- und Hilfsplans sowie bei der Organisation und Begleitung bei der Inanspruchnahme der Leistungen und Angebote behilflich.

Im Anschluss erläuterte Referentin Erbacher, unterstützt von Wilfried Heltewig als einem der Kursreferenten, über Sofortmaßnahmen in Notfallsituationen. Bei mindestens zwölf Anmeldungen könnte der Seckacher Kurs, der aus drei Teilen mit je 18 Unterrichtseinheiten besteht, am 13. Oktober starten und zum größten Teil im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Bödigheim durchgeführt werden. Für lediglich drei Einheiten ist die Sozialstation Osterburken vorgesehen. Der erste Teil des Kurses beleuchte die Psychologie des Menschen im Alter aus anthropologischer, sozialer und theologischer Sicht. Der zweite Teil lehre die umfangreichen Aufgaben in der häuslichen Krankenpflege, angefangen beim Richten und Verabreichen der Medikamente, weil Seh- und Hörkraft bei Betroffenen nachgelassen haben, über Bewegungsunterstützung, Körperpflege, Wohnungsgestaltung bis hin zur Krankenbeobachtung. Im dritten Teil würden die Grundlagen der Betreuung älterer Menschen hinsichtlich Hygiene im Haushalt, Ernährung im Alter, Sofortmaßnahmen bei Notfallsituationen, gesetzliche Möglichkeiten der Hilfe und organisierte Nachbarschaftshilfe vermittelt.