Seckach

Erster Gottesdienst in Großeicholzheim Nach acht Wochen Corona-Pause erste Liturgie in der evangelischen Kirche ohne Gesang

Spürbare Freude über das erste Zusammensein im Glauben

Archivartikel

Großeicholzheim/Rittersbach.Nach sieben Sonntagen ohne Gemeinschaft in der Kirche konnten die evangelischen Christen in Großeicholzheim und Rittersbach endlich wieder im Gottesdienst zusammenkommen.

Mit Abstand

Mit Abstand, ohne den gemeinsamen lauten Gesang und auch ohne das gemeinsame laut gesprochene Gebet. Aber Pfarrer Ingolf Stromberger und sein Team waren hervorragend vorbereitet. Jede zweite Kirchenbank war durch ein Band abgesperrt. Am Eingang erwartete ein Mitarbeiter die Gottesdienstbesucher mit Desinfektionsspray, mit dem er auf Nachfragen die Hände der Gäste einsprühte, ein Karton mit Schutzmasken stand bereit, doch alle hatten sich bereits zuhause damit ausgerüstet und der Messner betätigte sich mit strahlenden Augen als Platzanweiser.

Pfarrer Stromberger freute sich spürbar und zitierte Jesus aus der Bibel „Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“

Vor seiner Kurzpredigt über die Tempeleinweihung zur Zeit Salomos in Israel, genauer in der Stadt Davids, von der sogar der sonst eher nüchtern berichtende Chronist mit Begeisterung erzählte, dass die 120 Bläser mit den Psaltern, Harfen, Zimbeln sowie unzähligen Sängern wie aus einem Guss zum Lob Gottes erklangen, erläuterte er die Corona-Schutzmaßnahmen des Gottesdienstes. Die Orgel spielte, aber anstelle des gemeinsamen Gesangs, konnten die Gläubigen in den Gesangbüchern mitlesen und leise mitsummen und der Pfarrer sprach zu den Klängen die Texte. Ebenso sprach nur er das Glaubensbekenntnis und die Gebete laut und jeder Anwesende die Texte für sich. Sicher war es für viele eine ungewöhnliche Liturgie, aber dennoch ein eindrückliches und Mut machendes Erlebnis für die Gläubigen. L.M.