Seckach

Weihnachtsaktion Rund 35 000 Euro sollen für eine Wasseraufbereitungsanlage zusammen kommen

Spendenaktion für sauberes Trinkwasser in Peru

Seckach.Wie in vielen Teilen dieser Welt, so ist auch in Peru ein Großteil der ärmeren Bevölkerung auf die Erträge seiner Felder angewiesen. Doch fallen aufgrund der geografischen Gegebenheiten und der fehlenden Infrastruktur viele Ernten schlecht aus und ganze Familien müssen hungern. 49 Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze und ein Drittel muss mit umgerechnet weniger als 1,50 Euro pro Tag überleben.

Wichtiger Grundstein

Der Grundbedarf an Lebensmitteln in ländlichen Regionen wird meist über Kleingärten gedeckt und daher wird Wasser nicht nur für den alltäglichen Gebrauch benötigt, sondern stellt als Voraussetzung für landwirtschaftliche Kultivierung einen Grundstein der Ernährungsversorgung dar. „Meist wird das Wasser unter größter körperlicher Anstrengung aus Brunnen gezogen oder Eimer für Eimer kilometerweit herbeigeschafft“, betonte Bernhard Heilig in seiner Funktion als Vorsitzender des Förderkreises „Leben braucht Wasser“. In den letzten zehn Jahren hat der Förderkreis dafür gesorgt, dass bereits unzähligen Familien sowie einigen Schulen mit Einfachstpumpen, und dem sogenannten Wash-Projekt schon viel geholfen wurde. Doch jetzt will man mit der Weihnachtsaktion „Spenden statt Schenken“ nicht nur Gutes tun, sondern auch den Ärmsten zu einem Stück Normalität verhelfen. Es geht darum, knapp 300 Familien in Buenos Aires – einem kleinen Dorf bei Lambayeque in Peru – den Wunsch nach sauberem Trinkwasser zu erfüllen.

Wie Bernhard Heilig erzählte, hat man deswegen bereits im Sommer mit der neuen Bohrmaschine einen entsprechenden Brunnen bohren wollen, doch man konnte dies wegen technischer Probleme maschinell nicht durchführen. Die engagierten Dorfbewohner gaben nicht auf und entschlossen sich, den 15 Meter tiefen Brunnen manuell zu graben.

Wasser mit Arsen belastet

Nach dieser mühevollen Arbeit zeigte sich, dass das gefundene Wasser salzhaltig und mit Arsen belastet war. Mit einer sinnvollen Wasseraufbereitung möchte der Förderkreis „Leben braucht Wasser“ einschreiten. Doch die Kosten für eine Umkehr-Osmoseanlage belaufen sich auf rund 35 000 Euro. Man hofft nun, diese Summe mit der Weihnachtsaktion zu erreichen.

Laufende Kosten

Einen geringen Eigenanteil sowie die laufend anfallenden Ausgaben in den kommenden Jahren könnten die Dorfbewohner selbst übernehmen. Als erster Schritt sei geplant, mit dem Filtergerät einen „Wasserkiosk“ einzurichten, der den Menschen täglich 24 Kubikmeter sauberes Trinkwasser zur Verfügung stellen kann. Anschließend möchte man eine Wasserversorgung, verbunden mit Waschmöglichkeiten und Trockentrenntoiletten, realisieren.

Heilig hofft, dass „Spenden statt schenken“ die Menschen anspricht. Sein Appell: „Schenken Sie doch Freude an wirklich bedürftige Menschen. Schenken Sie sauberes Trinkwasser für 300 Familien in Peru.“ Spende werden auf dem Konto des Förderkreises Förderkreis „Leben braucht Wasser“ unter dem Stichwort „Spenden statt Schenken 2020“entgegengenommen. L.M.