Seckach

70. Geburtstag Reinhard Eckl feiert an diesem Dienstag in Seckach / Aktivposten des Sportvereins

„Mann der Tat“ mit großer Heimatverbundenheit

Archivartikel

Seckach.Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein und ehrenamtliches Engagement zugunsten der Allgemeinheit sind für Reinhard Eckl keine leeren Floskeln, sondern tätige Eckpfeiler seiner Lebensphilosophie. Dass ihm dies bis weit über die heimischen Grenzen hinaus Achtung, Respekt und Anerkennung einbrachte, werden die zahlreichen Glückwünsche am heutigen Dienstag zu seinem 70. Geburtstag eindrucksvoll unterstreichen.

Der Jubilar agierte sowohl im Berufs- als auch im Vereinsleben als Mann der Tat mit überzeugender Heimatverbundenheit und packte da an, wo man seine Hilfe brauchte und gerne in Anspruch nahm.

Er wurde als Kind des Spenglermeisters Karl Eckl und dessen Ehefrau Maria am 17. September 1949 in Kist bei Würzburg geboren. Kaum war er eingeschult, nahm sein Vater eine Stelle im Kinder- und Jugenddorf „Klinge“ als Ausbilder in den damaligen Lehrlingswerkstätten an, wo auch der heutige Jubilar nach seiner Volksschulzeit bei seinem Vater im inzwischen selbstständigen Betrieb das Spengler- und Installateur-Handwerk erlernt hat.

Nach dem Besuch der Berufsaufbauschule in Freiburg mit Abschluss der Fachschulreife und der Wehrdienstzeit heiratete er 1970 seine Frau Monika. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Bei der Bundeswehrverwaltung begann Reinhard Eckl eine Ausbildung zum Beamten im mittleren Verwaltungsdienst. Nach erfolgreichem Abschluss verschlug es ihn nach Neckarzimmem in die dortige Untertageanlage der Bundeswehr als Beamter bei der Truppenverwaltung im Luftwaffen-Stabsbereich.

Im Jahre 1994 nahm er seine Tätigkeit bei der Gemeinde Seckach auf, wo er bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im Januar 2013 unter anderem als Standesbeamter tätig war.

Fußball nie aus den Augen verloren

Bereits in seiner Jugend spielte Reinhard Eckl beim SV Seckach, ehe er dann bedingt durch Ausbildung und Beruf eine längere Pause einlegte. Den Fußball verlor er aber dennoch nicht aus den Augen.

So begann er 1983 seine ehrenamtliche Tätigkeit beim SV Seckach und trainierte bis 1985 die C-Jugend. Noch im gesetzten Alter spielte er in der 2. Mannschaft mit. 1986 legte er auf der Sportschule Schöneck seine Fußballtrainer-B-Lizenz ab und übernahm nach einem kurzen Zwischenspiel als Trainer des VfR Scheidental 1989 das Traineramt bei den Senioren des SV Seckach.

Schon zur damaligen Zeit war für ihn das Wort „Migration“ kein Fremdwort. Als in den 90er Jahren in Seckach mehrere Angolaner, die Asyl beantragt hatten, ankamen, konnte er einige von ihnen in die Mannschaften integrieren. Die im damaligen Bahnhof untergebrachten Afrikaner wurden von den Mannschaftskameraden freundlich aufgenommen und so spielten zeitweise bis zu zehn Afrikanern in der 1. und 2. Mannschaft des SVS.

1994 gelang Eckl mit dem Aufstieg in die damalige Bezirksliga sein bisher größter sportlicher Erfolg als Trainer, ehe er nach achtjährigem Engagement seine Trainerlaufbahn beendete.

Aus Liebe zu seinem Verein begann er 1984 als Funktionär und gründete die heute noch sehr erfolgreich agierende Tischtennisabteilung, deren Abteilungsleiter er war.

Aktiver Tischtennisspieler

Er selbst macht an der Platte ebenfalls noch eine gute Figur und ist noch in der 3. Mannschaft der Tischtennisabteilung des SV Seckach aktiver Spieler. 1992 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des SVS gewählt. Von 1998 bis 2002 zeichnete Reinhard Eckl dann als Vorsitzender für den Mehrspartenverein verantwortlich.

Nach einer dreijährigen Verschnaufpause engagierte er sich 2005 wieder im Verein und übernahm die Mitgliederverwaltung, später auch die Verantwortung als Vereinskassier.

Das Amt des Hauptkassiers bedeutet gerade beim SV Seckach, der mit seinen bewirtschafteten Kegelbahnen einem kleinen Unternehmen gleicht, sehr viel Arbeit.

In Eckls Ägide als Vereinskassier fielen unter anderem die Sanierung der Gebäude mit einem Investitionsvolumen von nahezu 600 000 Euro sowie zwei Jahre später die Erneuerung und Sanierung der vereinseigenen Kegelbahnen. Aufgrund seiner großen Verdienste um den SV Seckach wurde er 2017 im Rahmen des 90-jährigen Vereinsbestehens zum Ehrenmitglied ernannt.

Computer und Bootfahren

Dennoch bleibt Reinhard Eckl ab und zu Zeit, sich einem weiteren Hobby zuzuwenden: Der Arbeit mit und am Computer, wie dem Erstellen von Internetseiten (zum Beispiel SV Seckach.de, Skulpturenpark-Seckach.de und GusG.de) und die Bearbeitung von Filmen und Bildern, macht ihm großen Spaß.

Sein neustes Hobby ist es, mit dem Motorboot auf dem Main zu fahren. Dort ist er im Sommer des Öfteren anzutreffen. Daneben malt Reinhard Eckl sehr gerne.

Nicht zu vergessen sind natürlich die inzwischen acht Enkelkinder, die den Jubilar ganz schön auf Trab halten. Den sicher zahlreichen Glückwünschen zum 70. Geburtstag schließen sich die FN gerne an. L.M.