Seckach

Verein in Seckach Rückblick auf zahlreiche Aktivitäten und Hilfsaktionen in Peru / Weitere Schulungen und Erprobungen geplant

„Leben braucht Wasser“ lebendiger denn je

Archivartikel

Seckach.Zahlreiche Aktivitäten im Förderkreis „Leben braucht Wasser“ dokumentieren, dass der Verein lebendiger denn je agiert und seinen in den Vereinsstatuten festgeschriebenen Aufgaben in vollem Umfang nachkommt.

Interessen des Vereins unterstützt

Deutlich wurde dies im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Zimmerner „Dorftreff am Lindenbaum“, zu der Vorsitzender Bernhard Heilig Mitglieder und Vorstand begrüßen konnte.

Vor seinem Rechenschaftsbericht galt ein Dank des Vorsitzenden allen, die mit ihrem Engagement die Interessen des Vereins unterstützt hatten, besonders aber den zahlreichen Spendern und Sponsoren für ihre Mithilfe.

Als primäre Ziele des Förderkreises nannte Heilig die Unterstützung der Ärmsten der Armen in Peru bei der Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen, Weiterentwicklung von angepasster Technologie zur nachhaltigen Wasserversorgung und die Schulung der Menschen im Umgang mit Wasser und Hygiene.

Wie in vielen Teilen dieser Welt, so ist auch in Peru ein Großteil der ärmeren Bevölkerung auf die Erträge seiner Felder angewiesen. Viele Menschen leben dort „von der Hand in den Mund“. Doch fallen aufgrund der geografischen Gegebenheiten und der fehlenden Infrastruktur viele Ernten schlecht aus und ganze Familien müssen hungern.

Hier zu helfen habe sich der Verein „Leben braucht Wasser“ auf seine Fahnen geschrieben und so wurden im Berichtszeitraum 2018 bis 2019 in Seckach und Umgebung einige Veranstaltungen durchgeführt. Der Vorsitzende erinnerte dabei an die Teilnahme an den Weihnachtsmärkten in Großeicholzheim, Adelsheim und Gerichtstetten mit Spendenlosaktionen, den Infostand am Seckacher Edeka-Markt, Straßenfest in Seckach und die Aktionen bei Festen heimischer Firmen.

Im administrativen Bereich tätig war man unter anderem durch die Beschaffung von zwei Lkw für Peru aus China, durch eine Brunnenbauschulung, durch den Ankauf einer Bohrmaschine, in der Kooperation mit Firmen bezüglich der Fertigung von Transportboxen, Entwicklung eines Sandfilters und der Fertigung von weiteren Kindertoilettensitzen. Wie Bernhard Heilig weiter ausführte, wurde zudem der Vereinsflyer überarbeitet und eine neue Broschüre erstellt. In Peru selbst wurde ein Spültisch fertigungsreif gemacht, 60 Sanitärhütten gebaut, 40 Sanitäranlagen aufgebaut, 30 Biokläranlagen installiert, vier Brunnen erfolgreich gebohrt und etwa 20 Fehlbohrungen für Brunnen verkraftet. Als Vertreter für die verhinderte Schatzmeisterin Gabriele Ehret konnte der Vorsitzende dank der Mitgliedsbeiträge und Spenden über einen zufriedenstellenden Kassenstand berichten. Da die Kassenprüfer Christa Parstorfer und Peter Bussemer keinerlei Beanstandungen zu vermelden hatten, erteilten die Mitglieder als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit einstimmig Entlastung. Ausblickend auf die anstehenden Aktivitäten nannte Heilig neben den Teilnahmen an Weihnachtsmärkten, Spendenlosaktion und Pfandbonsammelaktionen, die Verpackung einer Seekiste, die Gewinnung von Fertigungspartnern für Holzsparöfen und diverse Projekteinsätze. Weitere Schulungen in Peru, Projektabschlüsse, technische Erprobungen, Schulungen von neuen Bohrtechniken und Optimierungen diverser technischer Abläufe stehen in Peru für das anstehende Jahr im Vordergrund.

Abschließend teilte Bernhard Heilig noch mit, dass man die Kommunikation innerhalb des Förderkreises durch Informations-Treffen verbessern will, die Projektdokumentation fertigstellen möchte und die Mitgliedschaft in Transparency International Deutschland anstreben werde. L.M.