Seckach

Goldene Hochzeit in Großeicholzheim Roswita und Kurz Hockwin sind seit 50 Jahren verheiratet

„Ja“ gesagt am Freitag, dem 13.

Archivartikel

Großeicholzheim.„Das Wochenende ist komplett ausgebucht, aber wenn Sie nicht abergläubisch sind, könnten Sie am Freitag heiraten, denn der ist noch komplett frei“, so die Aussage des Kölner Standesbeamten, als Kurt und Roswita Hockwin, geborene Koch, vor über 50 Jahren in die Eheplanung einstiegen.

Sie haben sich für Freitag, 13. März 1970, als Tag ihrer Eheschließung entschieden und es nie bereut. Schließlich können die beiden überaus positiv eingestellten Menschen an diesem Freitag im Kreise ihrer Lieben ihr Goldenes Ehejubiläum feiern.

Rheinische Frohnatur

Kurt Hockwin ist 1940 in Köln geboren, seine Roswita hat schlesische Wurzeln und ist 1947 in Passau geboren, kam aber bereits mit sieben Jahren nach Köln. Die rheinische Frohnatur haben also beide von klein auf „aufgesogen“ und so ist es kein Wunder, dass sie sich beim Kölner Karneval, und zwar auf dem Wiso-Ball kennenlernten.

Auf diesem Ball präsent zu sein, lag für beide nahe. Der Jubilar war damals beim amerikanischen Hydraulikhersteller Parker Hannifin tätig und zeitgleich an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie eingeschrieben.

Roswita Koch arbeitete als Laborantin bei Agfa in Leverkusen und später im kreativ künstlerischen Bereich bei Sander Fotographie, also direkt eingebunden in die Kunstszene. 1978 zog es Kurt Hockwin beruflich nach Lohr am Main zur Firma Rexroth als einem der großen Hydraulikhersteller der Welt und knapp zehn Jahre später nutzte er das Angebot, in Seckach bei der dortigen Maschinenfabrik – heute Hilite – ein Werk für Systeme der Mobilhydraulik aufzubauen.

So kam das Paar mit seinen Zwillingssöhnen ins Bauland, fand in Großeicholzheim ein Heim, das es nach dem eigenen Geschmack und den eigenen Bedürfnissen umbaute.

Roswita Hockwin konnte sich neben Haushalt und Kindern drei Jahre lang als Teilzeitkraft im Kinder- und Jugenddorf Klinge einbringen und fand danach bis zum Eintritt in die Rente in der Johannes-Diakonie Mosbach ihr berufliches Umfeld.

Ehrenamtlich engagiert

Doch obwohl beide schon lange den „Unruhestand“ genießen, bringen sie sich noch ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen ein.

Er ist Vorsitzender des Gewerbevereins Seckach und Kassier beim VdK Ortsverband sowie engagiert im Quartett des Informations-, Beratungs- und Beschwerde-Zentrums für psychisch Kranke, das vom Landratsamt eingerichtet wurde.

Sie hat sich als Schatzmeisterin der Parkinson-Selbsthilfegruppe bereit erklärt und gehört zum katholischen Gemeindeteam in Großeicholzheim. Die Jubilare genießen ihre tolle Nachbarschaft in ihrer Wahlheimat und viele Aktionen zusammen mit einem richtig guten Freundeskreis.

Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum heutigen Ehejubiläum schließen sich die Fränkischen Nachrichten gerne an. L.M.