Seckach

Gemeinderat Seckach Aufstellungsbeschluss für neuen Bebauungsplan im Gewerbegebiet Großeicholzheim / Wohnungen entstehen

Fahrern Ruhezeiten am Ort ermöglichen

Archivartikel

Seckach.Das Speditionsunternehmen Spitzer möchte an seinem Unternehmensstandort im Großeicholzheimer „Grabenweg“ im bereits bestehenden Verwaltungsgebäude Wohnungen für seine Mitarbeiter schaffen.

Ruhezeiten einhalten

Wie in der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates Seckach unter der Leitung von Bürgermeister Thomas Ludwig durch die Erläuterungen von Marius Bergmann vom Ingenieurbüro IfK aus Mosbach deutlich wurde, sollen dadurch keine Investitionen in den allgemeinen Wohnungs- und Immobilienmarkt getätigt werden. Vielmehr solle gewährleistet werden, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Wochenendruhezeiten für die Fernfahrer des Unternehmens eingehalten werden können.

„Aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben sind Speditionen dazu verpflichtet, dass Fernfahrer mindestens jedes zweite Wochenende die gesetzlich vorgeschrieben Ruhezeiten nicht auf einem Rastplatz in ihrem LKW verbringen“, so Bergmann.

Dem Vorhaben der Firma Spitzer wirkt aber entgegen, dass der Bebauungsplan „Röhrig“ aktuell nur ein Gewerbegebiet vorsieht und man dieses nun planrechtlich in ein Mischgebiet umwandeln muss.

Anwohner nicht begeistert

Obwohl die Großeicholzheimer Gemeindevertreter den Unmut der Anwohner über die Situation in diesem Gebiet vorbrachten, beschloss der Gemeinderat die Aufstellung eines neu geänderten Bebauungsplanes für das Gebiet „Röhrig“, weil Bürgermeister Ludwig klar machte, dass die Situation sich schon jetzt deutlich verbessert habe und durch die Änderung noch besser werde. Außerdem greife der Bestandsschutz für die bestehenden Firmen.

Gleichzeitig gab man auch die Offenlegung für die Beteiligung der Öffentlichkeit mit Behörden und Träger öffentlicher Belange frei. Die Planeinsichtnahme im Bürgerbüro des Seckacher Rathauses kann vom 9. Dezember bis zum 24. Januar erfolgen.

Brennholzpreise festgelegt

Die Forstbetriebsleitung aus Adelsheim hat die forstwirtschaftliche Planung für das Wirtschaftsjahr 2020 erstellt. Revierleiter Armin Walzel stellte sie dem Gemeinderat vor. Erwartet wird ein Defizit von 48 040 Euro, nachdem man 2018 mit rund 18 000 Euro Minus und 2019 etwas besser abschließen werde.

Erfreulich sei die Tatsache, dass die Brennholzpreise für den kommenden Wintereinschlag unverändert bleiben. Der Preis für Brennholz „lang gerückt am Weg“ beträgt demnach 55 Euro je Festmeter und 65 Euro je Raummeter für einen Ster Holz.

Größter Brocken ist bei den Einnahmen die allgemeine Holzernte mit 160 750 Euro und bei den Ausgaben der Lohn für die Waldarbeiter in Höhe von 156 500 Euro.

Passend zum Thema Wald gestaltete sich auch der Tagesordnungspunkt „Kommunale Klimaschutzaktion“, mit dem sich die Gemeinde Seckach am Programm des Gemeindetags Baden Württemberg unter dem Motto „Nicht nur reden – sondern handeln“ aktiv beteiligen wird.

Ziel dieser kommunalen Klimaschutzaktion „1000 Bäume für 1000 Kommunen“ ist ein sichtbarer und nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung (die FN berichteten). Konkret sollen bis zum 25. April im nächsten Jahr am Tag des Baumes mindestens 1000 baden-württembergische Kommunen je 1000 Bäume gepflanzt haben.

In der Summe also eine Million Bäume, die im Jahr rund 4300 Tonnen CO2 binden können. Zur Abstimmung hat Bürgermeister Ludwig bereits mit Revierleiter Armin Walzel Kontakt aufgenommen und man wird gemeinsam ein Konzept ausarbeiten und rechtzeitig bekanntgeben.

Baumpflanzaktion

„Von herausragender Wichtigkeit ist bei dieser Aktion, dass nicht die gemeindlichen Waldarbeiter diese Bäume pflanzen und die Öffentlichkeit am Schluss das fertige Ergebnis präsentiert bekommt, sondern dass die Bürger jeden Alters, sowohl als Gruppen, Vereine, Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden, Jugendgruppen, Feuerwehren, Organisationen oder Einzelpersonen selbst aktiv werden und Hand anlegen“. Als Termin sind der 13. und 14. März vorgesehen.

Satzung beschlossen

Beschlossen wurde auch eine Neufassung der Satzung aus dem Jahr 1990 über die Entschädigung der ehrenamtlich tätigen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Seckach, wobei künftig jährliche Kosten in Höhe von etwa 18 000 Euro anfallen werden. Abschließend wurde die Verwaltung bevollmächtigt, die Gt-service Dienstleistungsgesellschaft mit der Ausschreibung der überwiegenden Öko-Stromlieferung der Gemeinde Seckach ab 1. Januar 2021 dauerhaft zu beauftragen, um weiterhin von den Synergieeffekten der Bündelausschreibung profitieren zu können. L.M.