Seckach

Gemeinde Seckach Die Arbeiten zur zweiten von drei Ausbaustufen der Wasserversorgungskonzeption sind abgeschlossen

Einspeiseleitung in Betrieb genommen

Archivartikel

Seckach.Die Fertigstellung des zweiten von insgesamt drei Bauabschnitten der Neugesamtkonzeption der Wasserversorgung für die Gemeinde Seckach wurde kurz vor Weihnachten offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Der erste Bauabschnitt – er beinhaltete den Neubau des Hochbehälters „Talberg“ mit Anschluss des Ortsteils Zimmern an diesen und damit an Bodenseewasser – wurde bereits im Jahre 2015 abgeschlossen.

Im zweiten Bauabschnitt wurden rund 98 Prozent des Ortsteils Seckach an den neuen Hochbehälter „Talberg“ angeschlossen, außerdem Schieberergänzungen in der Hochzone sowie der Bau der zweiten Einspeiseleitung durch den alten Friedhof fertiggestellt und durch Bürgermeister Thomas Ludwig, Bauleiter Markus Lang von der Firma Bokmeier aus Bad Mergentheim, Wassermeister Mario Bierl von der Wasserversorgung Bauland und Bauamtsleiter Roland Bangert offiziell beim Parkplatz des neuen Friedhofs abgenommen.

Baubeginn im November 2017

Dabei wurde auch erwähnt, dass die Arbeiten zum dritten und letzten Bauabschnitt 2022 beginnen sollen, falls der Fachförderantrag für die Einbindung des Ortsteils Großeicholzheim in diese Gesamtkonzeption bis dahin genehmigt sei.

Mit dem formalen Abnahmeakt und der anschließenden Inbetriebnahme der zweiten Einspeiseleitung im Bereich des alten Friedhofes wurden die Arbeiten zur zweiten von drei Ausbaustufen der Wasserversorgungskonzeption für die Gesamtgemeinde abgeschlossen.

Begonnen hatte dieses Teilvorhaben im November 2017 in der Waidachshofer Straße und der Industriestraße und wurde im Februar 2018 mit der Durchpressung von der Industriestraße unter der Bahnhofstraße und der Bahnlinie hindurch bis zum Bauhof fortgesetzt.

Es folgte die Spülbohrung vom Hesselweg (Nähe neuer Friedhof) bis zum Bauhof. Diese Arbeiten wurden von den Firmen Zehe aus Burkardroth und Konrad Bau aus Lauda-Königshofen ausgeführt und konnten im Juli 2018 abgenommen werden.

Die Inbetriebnahme mit der für den Ortsteil Seckach wichtigen Druckerhöhung erfolgte im Oktober des gleichen Jahres. Seit diesem Zeitpunkt wird mit Ausnahme der Anwesen in der Rosenstraße, der Lilienstraße und dem Veilchenweg der gesamte Ortsteil Seckach aus dem Hochbehälter „Talberg“ mit Frischwasser versorgt. In der Folge konnte die Firma Reiner Müller aus Seckach im Februar 2019 den Hochbehälter im Planweg abbrechen, nachdem die Wasserversorgung Bauland GmbH den Verbindungsschacht westlich vom Hochbehälter entsprechend umgebaut hatte. Im September 2019 wurde der Gemeinderat über die Notwendigkeit einer zweiten Einspeiseleitung in die Hochzone und von Schieberergänzungen in diesem Gebiet informiert. Nach Ausschreibungen gemäß der Planungen durch das Büro Fritz-Planung aus Bad Urach und Abklärung der ergänzenden Fachförderung konnten die Aufträge zur Ausführung dieser Arbeiten vom Gemeinderat im April an die Firmen Link aus Walldürn und Bokmeier aus Bad Mergentheim vergeben werden. Während die Schieberergänzungen mehrere Straßenzüge vom Planweg bis zur Steige betrafen, hat die zweite Einspeiseleitung vom Hesselweg durch den alten Friedhof zur Bergstraße eine Länge von rund 300 Meter.

Schwierige Verhältnisse

Wie bereits berichtet, verlief das hier zur Anwendung gekommene Spülbohrverfahren nicht ohne Probleme, was an den bekanntermaßen schwierigen Untergrundverhältnissen lag. Dass dennoch alle Installationsarbeiten noch vor Weihnachten abgeschlossen werden konnte, ist vor allem dem Engagement der Arbeiter auf der Baustelle zu verdanken. Schließlich hatte auch der Wettergott ein Einsehen, indem er in der Woche vor dem vierten Advent mit milden Temperaturen sogar noch die Aufbringung der Schlussdecke auf den in Anspruch genommenen Straßen- und Wegeflächen ermöglichte. Die Begrünung der unbefestigten Nebenflächen wird im Frühjahr vom Bauhof vorgenommen.

Insgesamt investierte die Gemeinde Seckach zur Realisierung der zweiten Ausbaustufe ihrer Wasserversorgungskonzeption rund 1,4 Millionen Euro; die Fachförderung des Landes Baden-Württemberg wird sich hierzu auf rund 550 000 Euro belaufen.