Seckach

Beim Neujahrsempfang Traurige Nachricht aus der Seckacher Partnerstadt Reichenbach in der Oberlausitz

Ehemaliger Bürgermeister Andreas Böer ist gestorben

Archivartikel

Seckach.Er leitete erfolgreich die Geschicke der Seckacher Partnerstadt Reichenbach in der Oberlausitz als deren Bürgermeister von 1991 bis 2015, also 24 Jahre lang. Die Rede ist von Andreas Böer, der nach längerer schwerer Krankheit am vergangenen Freitag im Alter von 69 Jahren verstorben ist.

Nachruf beim Neujahrsempfang

Diese traurige Nachricht musste Bürgermeister Thomas Ludwig im Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs der Gemeinde Seckach in der heimischen Seckachtalhalle den zahlreichen Gästen übermitteln.

Bürgermeister i.R. Andreas Böer galt zusammen mit Seckachs Ehrenbürger und Bürgermeister i.R. Ekkehard Brand als Motor und Förderer der am 12. Oktober 1990 zwischen den beiden Kommunen begründeten Städtepartnerschaft und auch als treibende Kraft für zahllose Begegnungen jeglicher Art sowie mit den unterschiedlichsten Gruppen und Vereinen.

„In der Zeit seiner Bürgermeistertätigkeit im Umbruch und des Wandels verantwortete er viele wegweisende Maßnahmen und Projekte, die die zentralörtliche Funktion der Stadt Reichenbach stärkten und ihre Infrastruktur auf einen neuzeitlichen Stand brachten“, so Bürgermeister Thomas Ludwig im Rahmen seines Nachrufs auf einen verdienten, ehemaligen Kollegen und Freund.

„Andreas Böer war seiner Heimatstadt Reichenbach über alles verbunden, aber er war auch überzeugter Europäer und so durfte ich mit ihm im Jahre 2004 die Idee der Eurokommunale entwickeln“, betonte Ludwig, der ergänzte: „In der Folgezeit fanden bis zum Jahre 2013 in Italien, Polen, Tschechien und Deutschland insgesamt sieben große Treffen dieser internationalen kommunalen Gemeinschaft statt, von denen wertvolle Impulse für das Zusammenwachsen der europäischen Völker ausgingen.“

Bei all seinen Aktivitäten sei es Andreas Böer stets wichtig gewesen, auf seine Mitmenschen zuzugehen, ihnen Wertschätzung entgegenzubringen und sie in den Mittelpunkt seines Interesses zu stellen und hierfür wurde er auch in Seckach sehr geschätzt.

Zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand am 1. August 2015 schenkte die Gemeinde Seckach Andreas Böer und seiner Frau eine aus Original Odenwälder Holz hergestellte Ruhestandsbank mit der Inschrift „In Freundschaft – Gemeinde Seckach“.

Diese Freundschaft zu Seckach habe Andreas Böer auch über seine aktive Dienstzeit hinaus gepflegt, wovon viele persönliche Kontakte Zeugnis geben. Im Sommer 2019 erhielt er die Nachricht von seiner lebensbedrohenden Erkrankung, welche er tapfer aufnahm und sich in sein Schicksal fügte.

„Ehrendes Andenken“

Von seiner Familie treu umsorgt, ist Andreas Böer dann in den Morgenstunden des 3. Januar 2020 sanft entschlafen. „Die Gemeinde Seckach wird Andreas Böer stets ein ehrendes Andenken bewahren“, sagte Bürgermeister Ludwig abschließend seines Nachrufes.

L.M.