Seckach

Zweckverband Hochwasserschutz Einzugsbereich Seckach/Kirnau Probestau am Rückhaltebecken Bödigheim/Hiffelbach lief planmäßig ab

Das Becken erfüllt alle Anforderungen

Archivartikel

Der Probeeinstau am Rückhaltebecken Bödigheim/Hiffelbach hat die Funktionstüchtigkeit der Hochwasserschutz-Einrichtung bestätigt.

Seckach. Angesichts der angekündigten Niederschläge hat der eigentlich für diese Woche geplante Probestau am Hochwasserrückhaltebecken 89b Bödigheim/Hiffelbach einige Tage früher als geplant stattgefunden. Deshalb wurde das Becken bereits ab vergangenen Dienstag planmäßig geflutet, so dass vor dem Sägewerk Ühlein ein beachtlicher See entstand.

60 000 Kubikmeter Wasser

Der Probestau wurde rein routinemäßig durchgeführt, berichtet Thomas Ludwig, Seckachs Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbands „Hochwasserschutz Einzugsbereich Seckach/Kirnau“ im Gespräch mit den FN. Denn dass regelmäßige Probestaus stattfinden, sei bereits Teil der Genehmigung.

Drei Aspekte werden mit dem Probestau getestet, so Ludwig weiter.

Einmal geht es darum, wie sich das Bauwerk unter der Belastung von immerhin sechs Meter Wasserhöhe verhält. „Dass es das aushält, versteht sich von selbst, davon muss man ausgehen können“, so Ludwig. Geprüft wird es trotzdem. Immerhin seien beim Probestau rund 60 000 Kubikmeter Wasser im Becken.

Berechnete Leistung überprüft

Dann ging es darum, ob die Schütze im Auslaufbauwerk unter diesem Anpressdruck, also unter der Belastung durch das viele Wasser, noch einwandfrei funktionieren. Auch das wurde natürlich im Vorfeld berechnet, so Ludwig, nun ging es darum, ob die Realität mit den Berechnungen der Ingenieure übereinstimmt – sie tut es, um das Ergebnis vorwegzunehmen. Als Drittes wird überprüft, ob die Steuerung des Beckens in der Lage ist, den vorgegebenen Abflusspegel zu halten – das ist wichtig für die Anlieger. Auch hier lief alles weitgehend nach Plan. „Die Ablaufkurve liegt lediglich etwas höher als berechnet.“

„Erfreulich schnell“ habe sich das Becken beim Probestau gefüllt, berichtet Ludwig rückblickend, schon wenige Tage später konnte das Wasser wieder abgelassen werden. Der Probestau erfolgte in Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinden sowie den Stadtwerken Buchen und unter Beteiligung zahlreicher Sachverständiger.