Seckach

Neujahrsansprache von Thomas Ludwig Bedauern über eingestellte Planungen zur Transversale / Vorrangiges Anliegen für Seckach ist Erschließung von Bauplätzen

„Corona stellt uns vor Herausforderungen“

Archivartikel

„Die Aufgaben als Ortspolizeibehörde und die Organisation des Betriebes stellte und stellt die Verwaltung vor große Herausforderungen“, so Bürgermeister Ludwig in seiner Neujahrsansprache.

Seckach. In seiner Rede zum neuen Jahr, die 2021 nicht wie sonst im Rahmen eines Empfangs stattfindet, verweist er zum Beispiel auf Fragen in verschiedenen Notbetreuungen und des Hallenbadbetriebes. „Viele öffentliche Einrichtungen mussten über Monate hinweg geschlossen werden und das Vereinsleben kam zum Erliegen“, so das Gemeindeoberhaupt im Rahmen eines kommunalpolitischen Rück- und Ausblicks anstelle des sonst traditionell üblichen Neujahrsempfangs.

Aspekte des Zusammenhaltens

Besonders hob er die Aspekte des Zusammenhaltens, des Gemeinsinns und des Pflichtbewusstseins hervor, denn viele laufenden Projekte und dringend anstehende Aufgaben gelte es zu bewältigen. Seckach sei strukturell gut aufgestellt, besitze einen anerkannt hohen Freizeitwert und befinde sich verkehrsgeografisch in einer hervorragenden Lage.

Rückblickend bedauerte Ludwig den Beschluss des Kreistages, die Planungen für den Bau der Kreisstraße Eberstadt-Adelsheim aufgrund der exorbitant gestiegenen Kosten von anfänglich rund 14 Millionen Euro in der Planung auf aktuell 54 Millionen Euro einzustellen.

„Das seit der Eröffnung des Eckenbergtunnels vor drei Jahren deutlich gewachsene Verkehrsaufkommen im Seckachtal wird die Lebensqualität und die Verkehrssicherheit in den Ortsdurchfahrten von Seckach, Zimmern und den anderen Ortschaften dauerhaft einschränken beziehungsweise belasten“, so seine Einschätzung.

Für überschaubare 1,4 Millionen Euro konnte der zweite Bauabschnitt der Neukonzeption im Bereich der Wasserversorgung abgeschlossen werden.

Und da man seitens der Verwaltung und des Gemeinderates auch weiterhin ein Augenmerk auf eine optimale Wasserversorgung legen werde, sei der dritte Bauabschnitt bereits in Planung.

Weiter erinnerte der Bürgermeister an den Bau der neuen Aussegnungshalle in Zimmern, den Info-Point als Milchhäusle-Ersatz in Großeicholzheim und an die in der Planung befindliche 1,5 Millionen-Investition für die Sanierung der Eicholzheimer Straße im Ortsteil Seckach.

Ein vorrangiges Anliegen der Gemeinde sei die Erschließung der dringend benötigten Wohnbauplätze im Kernort Seckach, wogegen die Schaffung neuer Kinderbetreuungsplätze wegen der auch für Seckach nur sehr schwer zu stemmenden Kosten etwas im Tempo nachhinke. Mit großen Schritten nähere man sich dagegen dem weiteren Ausbau der Glasfaserverbindungen für ein schnelleres Internet, des Mobilfunkausbaus und damit auch einer zukunftsweisenden Nutzung im Bereich der Schulen, der Industrie und des Handwerks, des Einzelhandels und des privaten Bereichs.

Ausblickend auf die Aktivitäten im bereits laufenden Jahr wurden die wichtigsten Tagesordnungspunkte für die Gemeinderatssitzungen vorgestellt wie zum Beispiel die Verabschiedung des Haushaltsplanes, Offenlegung des Bebauungsplanes „Steinigäcker-Gänsberg II“, Auftragsvergabe zum Bau der beiden Löschwasserbehälter in Seckach und auf dem Waidachshof, die Errichtung des Solarparks Winterberg und die Verabschiedung der forstwirtschaftlichen Betriebspläne für 2021.

Nicht vergessen seien die im vergangenen Jahr Verstorbenen wie stellvertretend aller Toten Ehrenbürgerin Schwester Gebharda aus Gengenbach, Bürgermeister i.R. Andreas Böer aus Reichenbach, Bürgermeister i.R. Pierangelo Brusa aus Gazzada Schianno, Rektor i.R. Giselher Günzel, der ehemalige Gemeinderat Hans Philipp sowie alle weiteren Verstorbenen aus Seckach, Großeicholzheim und Zimmern.

Zur besseren Bewältigung der Corona-Krise erinnerte Thomas Ludwig zudem an die Aktivitäten wie zum Beispiel die Einrichtung eines Einkaufsservice und Gassidienstes, die Aktion „Bleibt zu Hause“, die Gemeinschaftsaktion „1000 Masken für Seckach“, die Steinketten an der Seckachtalschule und am Kindergarten in Großeicholzheim, die Schatzsuche für Familien in Seckach, die Balkonkonzerte des Seckacher Musikvereins und die Advents- und Weihnachtsaktionen der katholischen Kirchengemeinde St. Sebastian und vieles mehr.

Festivitäten nachholen

Inständig hoffe man darauf, die wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Festivitäten und öffentlichen Anlässe im neuen Jahr nachholen zu können.

Mit dem Slogan „Seckach verbindet“ appellierte der Bürgermeister abschließend an den Zusammenhalt in allen Bereichen des örtlichen und gesellschaftlichen Lebens.