Rosenberg

Neue Regenüberläufe sind nötig Gemeinderat gab grünes Licht für Entlastungsbauwerke / Firma Lintz und Hinninger erhielt den Zuschlag

Unterführung in Hirschlanden wird barrierefrei

Archivartikel

Rosenberg.Die Gemeinde Rosenberg investiert kräftig in die Abwasserbeseitigung im Ortsteil Hirschlanden. Im Jahr 2017 war der allgemeine Kanalisationsplan neu berechnet worden. Dabei wurden, wie Bürgermeister Ralph Matousek in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend ausführte, zwei bestehende Entlastungswerke (Regenüberläufe) berücksichtigt, die dazu dienen, das überschüssige Wasser bei Starkregen in die Rinna abzuschlagen, um die Kläranlage zu entlasten.

Beide Entlastungsbauwerke entsprechen, so Matousek, nicht den Regeln der Technik und müssen durch einen Neubau ersetzt werden. Beide Bauwerke werden benötigt, da die weiterführenden Kanäle ansonsten hydraulisch überlastet wären und in großem Umfang ausgetauscht werden müssten.

Im Zuge dieser Baumaßnahme wird auch die Bahnunterführung barrierefrei ausgebaut. Die Vorstellung der Detail-Planung erfolgte in der Gemeinderatssitzung vom 14. Mai. Die Gemeinde habe nunmehr, so der Bürgermeister eine gemeinsame öffentliche Ausschreibung vorgenommen. Bis zur Submission gingen fünf Angebote ein, wobei die Firma Linz und Hinninger aus Mosbach mit 574 686 Euro das preisgünstigste Angebot abgegeben hatte. Es lag aber geringfügig über der Kostenberechnung von 570 000 Euro. Die Vergabesumme teilt sich auf in Regenüberlauf (521 135 Euro) und Bahnunterführung (53 550 Euro). Der Bau soll im Frühjahr 2020 beginnen und bis September abgeschlossen sein.

Einstimmig vergab der Gemeinderat die Bauleistung an die Firma Linz und Hinninger.

Befahrung der Kanäle im Frühjahr

Die Gemeinden sind weiter verpflichtet, die öffentlichen Abwasserkanäle in regelmäßigen Abständen zwischen 10 und 15 Jahren nach der Eigenkontrollverordnung mit einer Kamera zu befahren und die festgestellten Schäden auszuwerten. Bisher liegt für die Gesamtgemeinde keine Befahrung vor. Die Gemeindeverwaltung beabsichtigt, im Zeitraum von 2020 bis 2023 alle öffentlichen Abwasserkanäle zu befahren. Im kommenden Jahr soll mit dem Ortsteil Hirschlanden begonnen werden. Befahren werden dort rund 6,7 Kilometer. Die Ausschreibung der Befahrung sowie die Bewertung erfolgen, wie Bürgermeister Matousek sagte, durch ein Ingenieurbüro. Der Gemeindeverwaltung lagen zwei Angebote vor. Das günstigste habe das Ingenieurbüro Sack und Partner aus Adelsheim 8450 Euro abgegeben, das einstimmig den Auftrag erhielt. Die Maßnahme ist im Haushalt 2020 finanziert. Die Ausschreibung soll im Winter erfolgen und die Befahrung ist für Frühjahr vorgesehen. F