Rosenberg

Ortschaftsrat Rosenberg Erste Sitzung seit mehr als 30 Jahren / Gremium will Projekte gemeinsam mit den Bürgern umsetzen

Straßennamen für Neubaugebiet festgelegt

Archivartikel

Rosenberg.In einem neuen Rahmen fand erstmals seit mehr als 30 Jahren eine Sitzung des bei den Kommunalwahlen im Mai gewählten Ortschaftsrats im Bürgersaal des Rathauses statt. Ortsvorsteher Sven Baumann begrüßte dazu fast 50 interessierte Bürger. Er bezeichnete die Wahl des Ortschaftsrats als einen Neuanfang, denn die Bürger hätten nun einen Ansprechpartner, den sie um Rat fragen können. Derzeit befindet man sich noch in einer gewissen Findungsphase.

Man habe sich überlegt, die Sitzungen in einem anderen Rahmen durchzuführen. Nach deren Ende sollen die Zuhörer nicht nach Hause gehen, sondern mit den Ortschaftsräten ins Gespräch kommen und die „Nachsitzung“ zu einer Art Bürgertreff nutzen, um eine Weiterentwicklung des Ortsteils Rosenberg zu ermöglichen. Zum Abschluss seiner kurzen Ansprache bat der Ortsvorsteher um Geduld und Verständnis auch dafür, dass nicht alle Projekte gleich umgesetzt werden, dies brauche sicherlich Zeit.

Im Vorfeld der Mittelanmeldung für den Gemeindehaushalt 2020 habe man über Projekte beraten, die den Bürgern wichtig sind. Mittel sollen eingestellt werden für einen Strom- und Wasseranschluss an der „Fohlenweide“, Hinweisschilder im Ort „Früher und heute“, ein Regen- und Sonnendach für den Friedhofsvorplatz, die Umgestaltung des Schwanzwiesenstegs und des Brunnenplatzes vor der Schule, für Flächenkauf für eine geplante Grillhütte und eine Veranstaltungshalle.

Nächster Tagesordnungspunkt war die Festlegung von drei Straßennamen für das bald fertiggestellte Neubaugebiet „Bei den drei Morgen“ in Rosenberg. Ortsvorsteher Baumann sagte, dass sich die Suche nach den Straßennamen schwierig gestalte. Nach der Bekanntgabe der Vorschläge des Ortschaftsrats bat er die Zuhörer um Vorschläge. Wünschenwert seien Namen die in Verbindung mit Rosen. Schließlich einigte man sich einstimmig auf „Drei Morgen“, „An der Fohlenweide“ und Wildrosenweg.

Anschließend ermutigte Baumann die Bevölkerung, bei konkreten privaten Projekten eine Förderung aus dem Leader- oder ELR-Programm zu beantragen. Vonseiten des Ortschaftsrats liege ein Konzept für das ELR-Programm vor, auf das man sofort zurückgreifen könne.

Schließlich informierte der Ortsvorsteher über den aktuellen Stand der bisherigen und der geplanten Maßnahmen. Auf einem verteilten Werbeblatt wurde die örtliche Bevölkerung über die kurzfristigen Ziele des Ortschaftsrates informiert. Dazu gehören die baldige Eröffnung des Dorfladens, ein Fußweg zwischen Friedhof und Heuweg, mehrere Sitzgelegenheiten im Ort sowie eine Informationsbroschüre über den Ortsteil Rosenberg. Zu den mittelfristigen Zielen gehören ein Veranstaltungsort für Festlichkeiten, ein neues Gerätehaus für die Feuerwehr, der Erhalt des evangelischen Gemeindehauses und eine Grillhütte. Bei den langfristigen Zielen wurden die Umnutzung des alten Bleichert-Geländes und die Umgestaltung des alten Friedhofes genannt. „Die Bürger können gerne weitere Ideen, Wünsche und Anträge bei den Ortschaftsräten vorbringen“, so Baumann. Im kommenden Jahr werde zudem die Einrichtung einer Zukunftswerkstatt geplant.

Neuen Stil beibehalten

Zur Frage einer Bürgerin, ob der Ortsvorsteher eine Bürgersprechstunde einrichtet, erklärte Baumann, dass es eine solche Überlegung gebe, er aber noch keine konkrete Aussage abgeben könne. Wie er weiter informierte, ist im November ein Arbeitseinsatz am Dorfladen geplant. Der Platz um den Brunnen im „Unterdorf“ soll neu gestaltet werden. Im Areal der Sporthalle sollen einige Bäume und Sträucher herausgenommen werden, eine Neubepflanzung wird erfolgen. Abschließend bat Baumann die Bürger um Unterstützung für die Arbeit des Ortschaftsrats, um geplante Projekte gemeinsam umsetzen zu können. Den neuen Sitzungsstil wolle man beibehalten.

Nach der Sitzung diskutierten die Zuhörer noch eifrig mit den Ortschaftsräten. F