Rosenberg

Evangelisches Gemeindehaus Geselliger Nachmittag kam bei den Besuchern gut an

Spannender Blick in die Vergangenheit

Sindolsheim.Zu einem geselligen Nachmittag des Frauenkreises und des Sindolsheimer Männertreffs begrüßte Helmut Stätzler am Montag zahlreiche Besucher im voll besetzten evangelischen Gemeindehaus, darunter auch viele ehemalige Sindolsheimer.

Der Nachmittag führte zurück in die Vergangenheit, in die Zeit vor 60 Jahren. Gezeigt wurden 120 Dias aus den Jahren 1957 bis 1963. Der damalige Sindolsheimer Pfarrer Sigmar Willnauer war ein leidenschaftlicher Fotograf und hat die Bilder, die er vom Dorf, seinen Bewohnern und der Umgebung gemacht hat, dem Förderverein Heimat und Kultur zur Verfügung gestellt, wo sie im Archiv aufbewahrt werden.

Bei lebhaften Diskussionen nahmen die Zuschauer die Veränderungen der Häuser und Straßen im Dorf wahr und freuten sich, viele ihnen noch bekannte Personen aus früheren Jahren wiederzusehen. Der Frauenkreis lud zu Kaffee und Kuchen ein, bevor weitere 60 Aufnahmen vom Jubiläum „100 Jahre Gesangvereins“ gezeigt wurden. Die alten Fotografien waren von dem in Rosenberg lebenden Fotografen Axel Dressel digitalisiert worden und konnten nun im Großformat gemeinsam betrachtet werden. Der imposante Festzug durch das festlich geschmückte Dorf mit vielen Motivwagen, gezogen von Pferde- und Kuhgespannen, bildete den Höhepunkt des geselligen Nachmittags.

Anschließend war Sindolsheimer Mundart zu hören. Edith Mechler trug ein Gedicht vor, das den Lauf der Jahreszeiten im dörflichen Leben zum Inhalt hatte, und Annemarie Gramlich beschrieb in humorigen Reimen trefflich das früher aus dem Dorfleben nicht wegzudenkende Schlachtfest. Den Schlusspunkt bildete das Lied „Sindolsheim“, das der Kabarettist Jörg-Martin Willnauer, ein Sohn des ehemaligen Pfarrers, geschrieben und aufgenommen hat. Der in Österreich lebende Künstler hat in diesem Lied seine Kindheitserinnerungen pointiert zum Ausdruck gebracht.

Abschließend bedankten sich Edith Mechler und Herrmann Rauh bei Helmut Stätzler, der den geselligen Nachmittag vorbereitet hatte. Gleichzeitig brachten sie die Hoffnung zum Ausdruck, das evangelische Gemeindehaus für die Bevölkerung erhalten zu können. Dazu sollten die Spenden des Nachmittags verwendet werden.

Die Besucher waren noch lange ins Gespräch vertieft und wünschten einhellig, solche Veranstaltungen öfters anzubieten.