Rosenberg

Ortschaftsratssitzung in Hirschlanden Spende an die örtliche Mediathek übergeben / Sanierung des Rinna-Stegs soll in Haushaltsplanung aufgenommen werden

Heimatbuch wird Ende November veröffentlicht

Hirschlanden.Ortsvorsteher Martin Herrmann begrüßt unter anderem Dekan Rüdiger Krauth sowie Wolfgang Eble, als Präsident des Lions-Clubs Tauberbischofsheim, zur ersten Ortschaftsratssitzung nach der Sommerpause. Eble überreichte zu Beginn eine Spende in Höhe von 500 Euro für die Dorfmediathek an den Ortsvorsteher. Er hatte bei einem Lions-Clubabend einen Vortrag über die Bürgerbeteiligung im Mehrgenerationendorf Hirschlanden gehalten und einzelne Projekte vorgestellt, erklärte Herrmann. Die „Lions“, so der Präsident des Clubs, fanden dieses Engagement sehr interessant und unterstützenswert. Eble nannte Hirschlanden ein „Musterdorf für die gesamte Region“ und dass ein solches Engagement unterstützt werden müsse. Unter dem Beifall der Anwesenden überreichte er den Spendenscheck an Ortsvorsteher Herrmann.

Spendenziel weit überschritten

Dieser informierte über den aktuellen Stand der Spenden, Finanzierung und Gestaltung des Festaktes zur Herausgabe des Heimatbuch Hirschlanden am Sonntag, 22. November um 14 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Der aktuelle Spendenstand beläuft sich auf über 8500 Euro, womit das Mindestziel weit überschritten sei. Mittlerweile befinde sich das Buch im Druck, so Herrmann.

Ursprünglich war ein großes Fest mit zwei Heimattagen zur Veröffentlichung des Buches geplant, was durch die Corona-Pandemie jedoch nicht mehr möglich sei. So dürften auch nur rund 55 Personen am Festakt teilnehmen, weshalb es sich um eine geschlossene Veranstaltung handeln werde, sagte Herrmann. Die ausgefallenen Heimattage sollen schnellstmöglich nachgeholt werden.

Einige Informationen und eine zeitliche Abfolge der restlichen Bauarbeiten zum Regenüberlaufbecken in der Steige und dem Umbau der Bahnunterführung gab Ortsvorsteher Herrmann. Durch den erfolgten Baustopp stehe das Ende der Arbeiten in den „Sternen“.

Über die noch ausstehenden Arbeiten und den Neubezug des evangelischen Gemeindehauses berichtete Dekan Rüdiger Krauth. Wie er sagte, bestehe das große Problem, dass die Handwerker ihre Terminzusagen nicht einhalten und dadurch der Innenausbau fortlaufend verzögert würde. Es gibt aber Hoffnung, dass das Gebäude bis zum Jahresende fertiggestellt werde.

„Morsche Widerlager machen umfassende Reparaturarbeiten des Rinna-Stegs am Dorfplatz notwendig“, so der Ortsvorsteher. Es sei dringender Handlungsbedarf erforderlich. Jedes Dorf solle bis November ein Projekt anmelden, das mit Zustimmung des Gemeinderats im Haushalt des nächsten Jahres berücksichtigt werde.

In Hirschlanden soll es der Steg sein, welcher zwischenzeitlich von einem Sachverständigen begutachtet und für sanierungsbedürftig erklärt wurde. Es bestehe keine direkte Einsturzgefahr,dennoch müsse schnell gehandelt werden. Eine erste Kostenschätzung beläuft sich auf 30 000 Euro. In den kommenden Wochen werden Zimmerleute vor Ort sein, um Möglichkeiten für eine kostengünstige Sanierung aufzuzeigen.

Kurzfristige Erschließung

Im Neubaugebiet am Hardtweg in Hirschlanden stehen aktuell noch zwei Bauplätze zur Verfügung. Alle anderen sind verkauft. Im Einvernehmen mit der Gemeindeverwaltung wurde ein Verkaufsstopp für auswärtige Interessenten erlassen, damit die restlichen Plätze für Einheimische zur Verfügung stehen. Im Besitz der Gemeinde befindet sich außerdem noch ein Bauplatz am Ortsausgang in Richtung Rosenberg. Mit dem Bürgermeister wurden bereits Möglichkeiten diskutiert, wo Erschließungen ohne allzu großen Aufwand möglich seien. Anbieten würde sich kurzfristig der Bereich am Lindenbaum im oberen Bereich des Hohlwegs sowie zu einem späteren Zeitpunkt im Bereich des Helmstheimer Wegs.

Die Sanierung der Straße im Eichgarten wird im kommenden Jahr mit den Kanalarbeiten beginnen. Eine Förderzusage liegt vor. Die Straßensanierung wird erst in einem zweiten Bauabschnitt im Jahre 2022 erfolgen. Bis dahin wird die Gemeindeverwaltung einen neuen Bebauungsplan erstellen um neue Bauplätze in Hirschlanden anbieten zu können. Ortsvorsteher Herrmann stellte dann das neue Pilotprojekt für das Dorf, die Einrichtung einer „Hirschlanden App“ vor. Es bestehen sehr gute Möglichkeiten sich schnell in diesem „medialen Marktplatz“ untereinander auszutauschen. Es wurde beschlossen in die Testphase einzusteigen. Mit Flyern wird für die neue Dorf-App geworben. Der Start soll am 1. Dezember sein.

Kurz vorgestellt wurde das Projekt „Glasfaserausbau in allen Dörfern des NOK“. Ortsvorsteher Herrmann wies auf die große Bedeutung und einmalige Chance hin und forderte dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen und Verträge mit dem Anbieter abzuschließen, damit die Glasfaserversorgung in der Gemeinde zustande komme.

„Die Planungen für die Wiederaufnahme der Sozialprojekte nach der Corona-Pandemie laufen bereits“, berichtete der Ortsvorsteher. Die Sozialgruppe hatte vor wenigen Wochen zwei Freiluftveranstaltungen am Generationentreff durchgeführt, die sehr gut angenommen wurden, jedoch ist derzeit durch die Corona-Situation noch nicht abzusehen, wann wieder regelmäßig Mittagstische und Kaffee-Nachmittage durchgeführt werden können. Was die gesamte Zeit bereits weiterläuft sind der Kisteneinkaufsservice und der Fahrdienst. „Das Dorf wird Bastelabende organisieren, damit die Verbundenheit mit den älteren Mitbürgen deutlich wird“, so Herrmann.

Die Hundekotstationen waren ein weitere Punkt auf der Tagesordnung. Diese sollten nach der Aufstellung nun auch genutzt werden, so Herrmann. Auf Vorschlag von Tanja Müller wurde für das Dorf ein Defibrillator der Marke Philips gekauft. Der Preis betrug rund 1400 Euro. Die Installation des neuen Gerätes wird in Kürze erfolgen.“ F