Rosenberg

Ortschaftsrat tagte in Hirschlanden Bau des Regenüberlaufbeckens mit einer Baukostensumme von 600 000 Euro zurzeit größte Maßnahme

Heimatbuch erscheint im November

Archivartikel

Hirschlanden.Die erste öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates Hirschlanden in diesem Jahr fand am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Mit den Worten „Heute gibt es viel zu besprechen“ leitete der Ortsvorsteher zum ersten Tagesordnungspunkt über, in dem er einen kurzen Bericht über die Finanzierung und Fertigstellung des derzeit in Arbeit befindlichen Heimatbuches gab, das sich in der „Endschleife“ befindet. Nach wie vor wird dem Termin zur Herausgabe des mehr als 700 Seiten umfassenden Buches am 22. November festgehalten, wo ab 14 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus ein Festakt geplant ist. In welcher Form dieser stattfindet, solle, so Herrmann, wegen der derzeitigen Corona-Pandemie im Herbst entschieden werden.

Die Herstellungskosten bezifferte Herrmann, bei einer Auflage von 500 Exemplaren auf 20 000 Euro zuzüglich noch dazukommender Archiv- und Fahrtkosten. Der Entstehungspreis pro Buch dürfte somit derzeit bei rund 40 Euro liegen. „Der Verkaufspreis sollte zwischen 25 und 29 Euro pro Buch liegen“, sagte Herrmann. Die Finanzierung sei gesi-chert. Neben Spendenzusagen und Verkaufserlösen wird der Restbetrag von der Dorfkasse übernommen werden.

Weiterer Punkt waren die durchgeführten Generationsgespräche mit dem Ortschaftsrat. Bisher fanden Gespräche mit den Eltern von Kleinkindern und Jugendlichen statt. Erfreulich war, dass beide Gruppen mit den Angeboten im Dorf sehr zufrieden sind. Lediglich eine kleine Verbesserung am Spielplatz, wie die Herstellung einer Abdeckung für den Sandkasten, sei er-wünscht, was zwischenzeitlich bereits durch die Mithilfe zweier Bürger aus Hirschlanden erledigt wurde.

Über den Baufortschritt des derzeit in Bau befindlichen evangelischen Gemeindehauses gab Kirchengemeinderätin Cassia Schorr eine detaillierte Auskunft über den Baufortschritt, wo derzeit die Innenarbeiten ausgeführt werden. Bis zum Monat November sollen die Arbeiten erledigt und die Baumaßnahme, die rund 500 000 Euro beträgt, abgeschlossen sein.

Über den Bau des Regenüberlaufbeckens, der derzeit größten Baustelle in der Gemeinde mit einer Baukostensumme von 600 000 Euro, in der Steige und dem Umbau der Bahnunterführung berichtete der anwesende Bürgermeister Ralph Matousek. Bei der notwendigen Durchbohrung des Bahndammes kam es aber zu erheblichen Problemen, da man unterwartet auf Fels gekommen ist. Damit es keinen Stillstand auf der Baustelle gibt, wird die bauausführende Firma Linz und Henninger (Mosbach) mit den geplanten Umbauarbeiten an der Bahnunterführung beginnen.

Einstimmig beschlossen wurde vom Ortschaftsrat, dass für das Dorf ein Defibrillator gekauft wird. Das Preisangebot für ein modernes AID Modell, welches vom DRK favorisiert wird liegt, so Herrmann bei rund 1600 Euro. Spendenzusagen für dieses Gerät liegen vor. Der Restbetrag wird von der Dorfkasse übernommen. Der Bau eines Biotops als Windkraftausgleichsmaßnahme war weiteres Thema. Der Erwerb der notwendigen Grundstücke habe sich bisher als teilweise sehr schwierig gestaltet. Doch nunmehr könne Bürgermeister Ralph Matousek er-freulicherweise Vollzug melden, denn die benötigte Fläche konnte zwischenzeitlich erworben werden.

Unter Punkt „Verschiedenes“ befasste sich das Gremium mit der Anfrage zweier in Hirschlanden wohnender Hebammen für die stundenweise Nutzung des Verein-raums im Dorfgemeinschaftshaus für das Abhalten von Kursstunden und zu Beratungen für junge Mütter und werdende Eltern. Der Ortschaftsrat fand dieses Vorhaben gut und stimmte einstimmig zu.

Nachdem im Ortsteil Sindolsheim das Aufstellen von Hundekotbeutelspendern genutzt wird, soll nun auch in Hirschlanden ein solcher Praxistest durchgeführt werden. Zum Schluss der Sitzung übergab Joachim Schorr einen Spendenbetrag in Höhe von 698 Euro der zur Anschaffung neuer Medien für die Dorfmediathek Hirschlanden verwendet werden soll. Wie Herrmann sagte, habe Schorr eine Multi-Media Schau mit dem Thema „Mit dem Motorrad durch Patagonien und Feuerland“, noch vor der „Corona-Zeit“ im Dorfgemeinschaftshaus gezeigt, die sehr gut besucht war. Herrmann dankte Schorr für die großzügige Spende, die in diesem Jahr die einzige Einnahme für die Dorfmediathek sein wird. F