Rosenberg

Sitzung des Rosenberger Gemeinderates Beim Rathaus und der Grundschule sollen für 69 850 Euro Photovoltaikanlagen entstehen

Gebäude erzeugen ihre eigene Energie

Archivartikel

Das Rosenberger Rathaus und die Grundschule erhalten Photovoltaikanlagen. Nach dem Wunsch des Gemeinderates sollen beide noch in diesem Jahr ans Netz gehen.

Sindolsheim. Im Mittelpunkt der Rosenberger Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in der Mehrzweckhalle in Sindolsheim stand unter anderem die Vergabe von zwei Aufträgen für den Aufbau einer Photovoltaikanlage für das Rathaus und die Grundschule. Zunächst ging es jedoch erneut um die Übernahme einer Bürgschaft für den zukünftigen Dorfladen in Rosenberg, wo die Ausbauarbeiten in die Endphase gehen.

Wie Bürgermeister Ralph Matousek erläuterte, hatte der Gemeinderat am 22. Oktober 2019 beschlossen, dass die Gemeinde eine Ausfallbürgschaft für die zwei Darlehen von jeweils 100 000 Euro übernimmt, da sich das Gebäude im Eigentum der Gemeinde befindet. Diese Bürgschaft sei jetzt nach Forderung der Banken in eine „modifizierte Bürgschaft“, mit einem leicht veränderten Inhalt zu ändern. Der neue Wortlaut wurde von Bürgermeister Matousek verlesen. Der Gemeinderat stimmte der Fassung zu.

Relativ zügig abgehandelt wurde der nächste Punkt, der Aufbau einer Photovoltaikanlage für das Rathaus und die Grundschule.

Wie Matousek sagte, ist die Nutzung der für Solarenergie geeigneten Dachflächen ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Die Gemeinde Rosenberg hat mit den Anlagen auf den Dächern des Dorfgemeinschaftshauses Hirschlanden und der alten Schule in Sindolsheim bereits einen nachhaltigen Beitrag hierzu geleistet.

Eigennutzung im Vordergrund

Nachdem die Einspeisevergütung in den vergangenen Jahren deutlich gesunken ist, steht aber die Nutzung des selbst erzeugten Stroms heute im Vordergrund. Unter diesem Gesichtspunkt, so das Gemeindeoberhaupt, habe man für die Gebäude der Schule und des Rathauses jeweils ein Angebot eingeholt.

Die Anlage des Rathauses soll auf dem Dach der benachbarten Scheune aufgebaut und über ein Erdkabel mit dem Rathaus verbunden werden. Die Anschaffungskosten belaufen sich hier auf rund 19 300 Euro, zuzüglich der Kosten für die notwendigen Tiefbauarbeiten. Durch Stromeinsparung und Stromertrag würde sich die Anlage in sieben Jahren amortisieren. Die Dachhälften der Grundschule sollen ebenfalls durch Photovoltaik genutzt werden. Ein Großteil der erzeugten Energie wird dort direkt verbraucht. Die übersteigende Energie wird an den Netzbetreiber veräußert. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 50 500 Euro.

Durch Stromeinsparung und Stromertrag würde die Amortisation neun Jahre dauern. Die anfallenden Kosten für beide geplanten Anlagen sind im Haushalt des laufenden Jahres nicht enthalten, könnten aber durch erzielte Mehreinnahmen aus dem Verkauf von Bauplätzen finanziert werden.

Auftrag vergeben

Der Gemeinderat stimmte dem Aufbau der beiden Anlagen zu und vergab den Auftrag für die Lieferung und Montage an die Firma EKS Solartechnik (Hardheim) zu einem Angebotspreis von 69 850 Euro.

Vom Gemeinderat wurde aber gewünscht, dass beide Anlagen noch in diesem Jahr installiert werden und auch ans Netz gehen.