Rosenberg

Einweihung der neuen Montagehalle Sindolsheimer Firma Meisel Montagetechnik investierte rund drei Millionen Euro / Mittlerweile fast 100 Mitarbeiter

Expansion erfolgreich weitergeführt

Archivartikel

Sindolsheim.Voll des Lobes waren die Grußwortredner beim Festakt zur Einweihung der neuen Produktionshalle der Firma Meisel Montagetechnik in Sindolsheim. Zum einen lobten sie den eingeschlagenen beispielhaften Expansionskurs des Unternehmens sowie den Mut des Ehepaares Ute und Ronald Meisel, eine solche Investition in Höhe von rund drei Millionen Euro zu tätigen.

In der Garage ging alles los

Mit Blick auf die Historie des Unternehmens sagte Meisel, dass man mit kleinsten Anfängen im Jahre 2007 in der Garage seines Wohnhauses mit dem Unternehmen begonnen hat. Es wäre ihm nicht im Traum eingefallen, dass man nach zwölf Jahren den Neubau der zweiten Montagehalle einweihen dürfe. Bereits 2010 beschäftigte Meisel 36 Mitarbeiter, was zu einem massiven Platzproblem führte. Man fasste daher den Beschluss, eine erste Halle im Gewann „Krappenacker“ zu bauen. Deren Einweihung erfolgte 2011. Doch das Platzproblem löste sich nicht auf: Bis zum Jahr 2016 stieg die Anzahl der Mitarbeiter auf 60 an. Der Maschinensaal mit acht Vollautomaten war erneut zu klein geworden. Um den stetig wachsenden Auftragseingang zu erfüllen und weitere Arbeitsplätze zu schaffen, so Meisel, entschloss man sich erneut einen neuen Bauantrag zu stellen. Der Weg bis zur Genehmigung war lang, und nach zwei Jahren wurde im Mai 2018 mit den Bauarbeiten begonnen. Der Rohbau wurde bis Ende des Jahres fertiggestellt. Die anschließenden Ausbauarbeiten erfolgten in Eigenregie.

Auf einer Produktionsfläche von 1800 Quadratmetern werden heute mit zwölf hochmodernen Vollautomaten und fast 100 Mitarbeitern hochwertige Produkte für die Automobilindustrie produziert. Die Firma gehört zu den fünf wachstumsstärksten Unternehmen in Deutschland. Diesen Erfolg, so Meisel, hat man in erster Linie der Partnerfirma Arnold zu verdanken, welche das Unternehmen von Anfang an bis heute unterstützt. Der Dank von Ronald Meisel galt neben der Volksbank Kirnau dem Planungsbüro Sans für die Bauplanung. Anschließend folgte noch ein Lob an seine Ehefrau Ute, denn ohne sie würde es die Firma nicht geben.

Viele Weltmarktführer

Der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig sagte in seinem Grußwort, dass man heute allen Grund zum Feiern hat. Man können wirklich nur Staunen und dafür danken, was die Familie Meisel in den vergangenen Jahren für die Region geleistet habe. Er sei stolz darauf, das man in der ländlichen Region viele Weltmarktführer und mittelständische Unternehmen, meist familiengeführt, beheimatet sind und viele Arbeitsplätze bieten.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk fand es bemerkenswert, dass es im ländlichen Raum Unternehmen so wie das des Ehepaars Meisel gebe, die an sich und ihr Konzept glauben und damit Arbeitsplätze schaffen, um die Region weiter zu entwickeln. Der Minister lobte auch die beeindruckende Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren am Standort Sindolsheim.

Mit dem Ortsteil eng verbunden

Bürgermeister Ralph Matousek betonte, dass die Erweiterung eines Gewerbegebietes für die Kommune wie Rosenberg immer ein freudiges Ereignis sei. Er stellte fest, dass die Familie mit dem Ortsteil Sindolsheim eng verbunden sei. Aus diesem Grund war es für die Gemeinde selbstverständlich, dass sie das Bauvorhaben begleitete. Dies habe jedoch zwei Jahre gedauert. Die Umweltauflagen seien heute nicht mehr so wie noch vor 20 Jahren. Die Gemeinde brauche Arbeitsplätze und nur so haben die Ortsteile die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. Der Erfolg des Unternehmens sei auch der Verdienst der Mitarbeiter, was man an der Unternehmensentwicklung deutlich sehen könne. Der Bürgermeister wünschte der aufstrebenden und innovativen Firma eine weiterhin erfolgreiche Zukunft.

„Wir begleiten Meilensteine“, sagte Achim Liebl als Vertreter der Volksbank Kirnau. Die Einweihung der Produktionshalle sei ein Meilenstein, der das Unternehmen in eine neue Dimension trage. Meisel habe sich von einer kleinen Garagenfirma zu einem modernen Unternehmen entwickelt. Dahinter stehen vor allem der enorme Fleiß und das außerordentliche Engagement, aber auch Mut und Kreativität der Inhaber, die auf ihrem bisherigen Weg sicherlich mit einigen Stolpersteinen kämpfen mussten. Sie stehen aber nunmehr am „Krappenacker“ auf festem Grund.

Sindolsheims Ortsvorsteher Jürgen Fuchs blieb es vorbehalten, das letzte Grußwort zu sprechen. Er könne nur „Hut ab“ zu diesem unternehmerischen Mut und Ehrgeiz sagen. Der Ortschaftsrat freue sich, dass sie ihren Traum, diese Firma in Sindolsheim zu gründen, erfüllt haben, was das Dorf noch attraktiver mache. Der Weg bis zur heutigen Einweihung der neuen Produktionshalle war mehr als steinig. Auch wenn der Ortschaftsrat nur ein ganz kleines Licht gewesen sei, stand er dem Bauvorhaben und dem Wunsch nach Vergrößerung immer positiv gegenüber.

Ronald Meisel dankte am Ende der Feierstunde allen Rednern für ihre freundlichen Worte und Glückwünsche und lud anschließend zu einem Betriebsrundgang ein. F