Rosenberg

Gemeinderat Rosenberg Strukturgutachten für die Abwasserbehandlung in Auftrag gegeben

Drei Kommunen kooperieren

Archivartikel

Der Gemeinderat Rosenberg hat in seiner jüngsten Sitzung ein Strukturgutachten in Auftrag gegeben. Dabei geht es um die zukünftige Abwasserbeseitigung.

Sindolsheim. Wie Bürgermeister Ralph Matousek in der Sitzung in der Sporthalle Sindolsheim ausführte, läuft das Wasserrecht im Jahre 2028 aus. Die Kläranlage sei eintrassig aufgebaut und weise damit Nachteile auf.

Hohe Investition wäre nötig

Zudem seien in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als 150 000 Euro zur Ertüchtigung der Anlage erforderlich. Mit einer Neuerteilung des Wasserrechts sollen auch die Planungen der benachbarten Gemeinden mit in Betracht gezogen werden, um die Abwasserbehandlungsanlagen zu optimieren.

In Abstimmung mit der Unteren Wasserrechtsbehörde beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis soll deshalb die künftige Organisation der Abwasserbehandlung überprüft werden. Durch das bestehende FFH-Schutzgebiet für Natur und Landschaftsschutz ist einerseits ein Anschluss der Gemeinde Rosenberg an die bestehende Gruppenkläranlage in Roigheim nicht mehr möglich.

Die Kläranlagen in den Nachbargemeinden Altheim (Stadt Walldürn) und Eubigheim/Hohenstadt (Gemeinde Ahorn) liegen in räumlicher Nähe, so dass zu überprüfen sei, ob eine Abwasserbeseitigung für alle drei Gemeinden wirtschaftlich wäre, sagte Matousek. Dabei wäre neben der Sanierung der bestehenden Anlagen auch eine Ableitung zu einer noch zu erweiterten Anlage nach Rosenberg zu prüfen.

Nach Gesprächen der beteiligten Verwaltungen von Rosenberg, Ahorn und Walldürn sei unter Federführung der Gemeinde Rosenberg ein Angebot für ein Gutachten eingeholt worden. Es soll den Zustand der bestehenden Anlagen bewerten, die Varianten möglicher Ableitungstrassen untersuchen sowie eine Ausbauvariante der Kläranlage Rosenberg und eine Kostenschätzung beinhalten.

Das Strukturgutachten für alle drei Kommunen kostet rund 90 000 Euro brutto. Nach Aussage des Landratsamtes bestehe die Möglichkeit einer Förderung. Für den entsprechenden Antrag sei das Gutachten eine zwingende Voraussetzung.

Kosten werden geteilt

Die Untersuchung ist für das Jahr 2021 vorgesehen. Um einen Förderantrag stellen und eine Vereinbarung mit den beteiligten Kommunen treffen zu können, sei eine Beauftragung durch den Gemeinderat notwendig, so Matousek. Der verbleibende Eigenanteil würde von den drei Kommunen zu gleichen Teilen getragen.

Der für die Gemeinde anfallende Kostenanteil wird im Haushalt 2021 eingeplant. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen des Bürgermeisters zur Kenntnis und stimmte ohne Wortmeldung dem Abschluss einer Vergabe von Ingenieurleistungen zu.

Noch kein neuer Mulcher bestellt

Für den Gemeindebauhof ist die Ersatzbeschaffung eines Mulchers vorgesehen. Vor allem in der Grünpflege sei es unerlässlich, sagte der Bürgermeister, auch Geräte mit einer robusten Ausstattung vorzuhalten. Der 2009 beschaffte Seitenmäher sei reparaturanfällig geworden und damit nicht mehr wirtschaftlich. Für eine Ersatzbeschaffung hatte die Verwaltung zwei Vergleichsangebote eingeholt, die Matousek erläuterte. Zu einer Entscheidung kam es jedoch nicht, da Gemeinderat Ulrich Herrmann vorschlug, noch weitere Angebote einzuholen. Der Punkt wird in der nächsten Sitzung erneut beraten werden.

Schnell abgehandelt wurde die Übernahme des gemieteten Salzsilos und die Beschaffung eines zweiten Silos. Die Gemeinde Rosenberg hatte im Jahr 2017 ein GFK-Silo für den Bauhof angemietet, dessen Laufzeit am 15. April endete. Im Mietvertrag war vereinbart, dass das Silo für 16 000 Euro übernommen werden kann. Die Verwaltung schlug deshalb vor, dieses Silo zu übernehmen. Gleichzeitig hat die Verwaltung ein Angebot über ein zweites Silo eingeholt, da die vorhandene Salzhalle baufällig ist und abgerissen werden soll. Um eine zweite Lagermöglichkeit zu haben, bietet es sich an, so der Bürgermeister, ein weiteres baugleiches Salzsilo der Firma phm zu beschaffen. Mit Fracht und Aufstellungskosten liege der Preis bei 18 103 Euro. Im Haushaltsplan sind 30 000 Euro eingestellt. Der Mehraufwand sei durch Einsparungen gedeckt. Der Erwerb des bisher gemieteten Salzsilos zum Preis von 16 820 Euro sowie die Lieferung des neuen Silos von der Firma phm innotech für 21 000 Euro wurde einstimmig beschlossen

Pfarrerin stellte sich vor

Nach zwei Wortmeldungen in der Bürgerfragestunde stellte sich die neue Pfarrerin für die Kirchengemeinden Sindolsheim und Rosenberg, Nicole Bereswill, dem Gemeinderat vor. Sie hofft auf eine zukünftig gute Zusammenarbeit von kirchlicher und politischer Gemeinde, wobei sich auch die eine oder andere Verbindung „knüpfen“ lasse. Bürgermeister Matousek freute sich, dass nach dreijähriger Vakanz die Pfarrstelle wieder besetzt sei.

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