Rosenberg

Kirchenkäserei Sindolsheim „Leader“-Plakette übergeben und angebracht / Leistung des Teams gewürdigt

„Das ist eine tolle und runde Sache“

Archivartikel

An der Außenwand der Kirchenkäserei Sindolsheim wurde vor wenigen Tagen die „Leader“-Plakette angebracht. Sie besagt, dass das Projekt über das Programm der EU gefördert wurde.

Sindolsheim. Die umfangreiche Baumaßnahme der Kirchenkäserei Sindolsheim ist abgeschlossen, so dass der genehmigte Zuschuss über den Höchstfördersatz von 200 000 Euro nun abgerufen werden kann.

Die formelle Übergabe der Plakette erfolgte im Rahmen einer Feierstunde durch den Vorsitzenden der Leader-Aktionsgruppe Regionalentwicklung Badisch-Franken, Bürgermeister a.D. Alfred Beetz, im Käserei-Café. Reinhold Frank begrüßte im Namen des Aufsichtsrats besonders Alfred Beetz, die Leiterin der Leader-Geschäftsstelle Lena-Marie Schindler, Rosenbergs Bürgermeister Ralph Matousek, das Vorstandsehepaar Ursula und Rüdiger Krauth sowie das Käsereiteam.

In seinem kurzen Rückblick ging Frank auf den Projektbeginn ein. Im Sommer 2015 wurde der Antrag auf „Leader“-Förderung eingereicht. Am 25. November 2015 fand der erste Auswahlausschuss statt und das Projekt, die Schau- und Erlebniskäserei, bekam den Zuschlag für eine 40-prozentige Förderung bei einer Obergrenze der Baukosten von 600 000 Euro. Dann vergingen fast drei Jahre mit Planung, Beratung und Finanzierung, Gesprächen und der Einholung der Angebote für 15 Gewerke. Im März 2018 konnte endlich, so Frank, mit dem Bau begonnen werden. Im Februar 2019 startete die Herstellung des Bio-Käses in den neuen Räumen. Fertig sei man aber noch nicht. Es seien noch „Randarbeiten“ wie die Gestaltung der Außenanlage zu erledigen. „Die Produktion hat jedoch sehr vielversprechend begonnen und läuft bisher wirklich hervorragend“, so Frank. Das Jahresziel werde erreicht.

Mit Herzblut und Leidenschaft

Für die Planung, Beratung und Finanzierung der Maßnahme bedankte sich Frank namens des Aufsichtsrats beim Vorstandsteam Krauth, das sehr viel Kraft und Zeit einbrachte. Ursula Krauth sagte, sie werde den Dank an das ganze Käsereiteam weitergeben. Es habe sich mit großem Engagement, Herzblut und Leidenschaft eingebracht. Unter den Mitarbeitern gebe es ein sehr gutes Miteinander. Erfreulich sei die große Nachfrage nach den Käseprodukten aus Sindolsheim. Jede Woche kämen Besuchergruppen, die von der Produktionsstätte begeistert seien. Der Verkauf ist am Samstagvormittag von 10 bis 17 Uhr. Das Käserei-Café hat am Nachmittag geöffnet.

Vorstand Rüdiger Krauth bedankte sich bei Alfred Beetz, denn die Leader-Förderung habe der Genossenschaft erst die Möglichkeit gegeben, das Projekt zu starten. Ziele, die den Leader-Kriterien entsprechen, seien die Stärkung des ländlichen Raums und die Verbesserung der Infrastruktur. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. Erfreulich sei, dass die Gemeinschaft gefördert werde. So gebe es im Käserei-Café bereits einen Sindolsheimer Stammtisch. „Das zeigt, dass sich die Menschen über diesen gemütlichen Ort in der Alten Scheune freuen.“

Rüdiger Krauth bedankte sich auch für die segensreiche finanzielle Unterstützung durch die Mitglieder der Genossenschaft. Sein Dank galt ebenso der Dietmar-Hopp-Stiftung für ihre Spende sowie der Volksbank Kirnau, die durch Darlehen die Gesamtfinanzierung ermöglichte.

Vorsitzender Alfred Beetz meinte: „Tue Gutes und rede darüber.“ Deshalb sei man nach Sindolsheim gekommen, um gemeinsam mit Lena-Marie Schindler die „Leader“-Plakette zu übergeben. Das Projekt, so Beetz, gefalle ihm persönlich besonders gut. „Es ist ein Leuchtturmprojekt, weil es gut in die Philosophie von Leader passt“. Es wurden Arbeitsplätze geschaffen, auch deshalb könne man die Höchstförderung gewähren. Die Ziele der Genossenschaft seien phantastisch, freute sich Beetz. Er gratulierte Bürgermeister Matousek zu der Einrichtung. „Was hier für die Integration für Menschen mit Behinderungen getan wird, ist vorbildlich.“ Der Käserei wünschte er weiter alles Gute.

Bürgermeister Matousek sprach ebenfalls von einem „Leuchtturmprojekt“. Es sei ein spürbarer Mehrwert für den Ort und die Region entstanden. Entscheidend für ihn sei, dass ein Treffpunkt mit einem sozialen Miteinander entstanden sei. „Das ist eine runde und tolle Sache, schloss Matousek. F