Rhein-Main-Neckar

Posthalle Würzburg Die Österreicher Seiler und Speer begeisterten restlos, nur auf eine Zugabe ließen sie die Fans vergeblich warten

Zwei Stunden in bester Partylaune

Wenn Bayern und Österreicher an einem Abend die Halle rocken, dann steht dem Publikum unweigerlich eine Riesengaudi bevor. Zu erleben war dies am Freitag in der Würzburger Posthalle.

Binnen kürzester Zeit gelingt es dem aus München stammenden Punk-/Rock-Duo Da Rocka & Da Waitler die knapp 1000 Besucher in oktoberfesttaugliche Stimmung zu versetzen, und sie schaffen damit die Steilvorlage für Seiler und Speer, den Main-Act des Abends.

Was nun folgt, sind zwei bis zum Rand mit guter Laune gefüllte Stunden, in denen die Band bis zum letzten Schweißtropfen wirklich alles gibt. Mit „Herr Inspektor“, „Principessa“, „Maunchmoi“ und einigen anderen mehr sind es vor allem Songs ihres neuen, im Juli erschienen Albums „Für immer“, die Seiler & Speer zum Besten geben.

Doch natürlich erwartet der eingefleischte Fan auch die altbekannten und teils bereits mit Platin veredelten Werke der beiden Österreicher. Kein Wunder also, dass immer wieder im Laufe dieses Konzertabends ein forderndes „Gitte!“ aus den Reihen des Publikums zu hören ist. Manch ein Fan macht dadurch vehement und unmissverständlich klar, auf was er wartet, nämlich auf das Werk, das Seiler und Speer praktisch über Nacht berühmt gemacht hat – der 2015 erschienene Song „Ham kummst“.

Natürlich lassen Seiler und Speer die Wünsche ihrer Fans nicht unerfüllt und spielen, mit großer Unterstützung des Publikums, ihren bis dato erfolgreichsten und bereits fünfmal mit Platin ausgezeichneten Hit. Wirklich jeder in der Halle scheint den Text zu kennen und singt aus voller Kehle begeistert mit. Faszinierend, in welch perfektem und breitestem Österreichisch der mainfränkische Fan damit seinen Teil zu diesem absolut gelungenen Konzert beiträgt.

Nicht unerwähnt sollten auch die Musiker der Band bleiben. Immer wieder begeistern sie an diesem Abend mit beeindruckenden Schlagzeug- und Gitarrensoli das Publikum.

Man sieht und spürt, dass jeder einzelne der Künstler auf der Bühne großen Spaß an dem hat, was er da gerade tut. Und man merkt, wie gut die Musiker auf der Bühne harmonieren.

Diese rundum gute Stimmung macht sich auch von Anfang an im Publikum breit.

Nach gut zwei Stunden verlassen die Musiker die Bühne. Auch wenn die Würzburger Fans noch lange um eine Zugabe betteln, lassen sich Seiler und Speer nicht mehr erweichen.

Das Publikum verlässt trotzdem bestens gelaunt die Posthalle, und auch Seiler und Speer scheinen von ihrem Konzert in Würzburg sehr angetan.

Auf ihrer Facebook-Seite kommentieren sie den Abend mit den Worten „Würzburg, ihr wart der Wahnsinn! Danke für den tollen Abend.“

Man kann nur hoffen, dass Seiler und Speer mal wieder den Weg nach Würzburg finden. Anke Vogel