Rhein-Main-Neckar

Wikinger waren Händler

In einem Museum kann man hautnah erleben, wie der Alltag der Wikinger im Ort Haithabu früher aussah. Dort lebten in Häusern aus Lehm viele Handwerker und Händler. Umgeben war die Stadt von einem meterhohen Schutzwall.

Erleben kann man so eine Zeitreise im Wikinger-Museum Haithabu in der Nähe der Stadt Schleswig im Bundesland Schleswig-Holstein. Dort kommt man dem Alltag der Wikinger ganz nah. Wissenschaftler erforschen die Siedlung schon seit langer Zeit. Aus ihren Funden wurden sieben Wikingerhäuser und eine Landebrücke nachgebaut.

„Damals kannten die Menschen keine Uhrzeit“, sagt Ute Drews. Sie kennt sich gut mit dem Leben der Wikinger aus, denn sie leitet das Museum. „Alles, was am Tag passierte, wurde durch den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang bestimmt.“ In der Siedlung lebten vor allem Handwerker. Dazu gehörten zum Beispiel Glasperlenmacher oder Menschen, die Spielsteine herstellten. Viele Familien bearbeiteten auch Bernstein, um daraus Schmuck zu machen. Diese Gegenstände verkauften sie an Händler, die mit ihren Schiffen die Wikingersiedlung anfuhren. Viele Touren führten die Wikinger selbst über die Ostsee, zum Beispiel nach Nowgorod im heutigen Russland.