Rhein-Main-Neckar

Leserbrief Zu „Mehr Wertschätzung“ (FN, 27. November)

Verbraucher sind gefragt

Archivartikel

Natürlich geht nicht alles von heute auf morgen, aber die Biobauern machen es uns doch vor, die einen anderen Weg gehen als die industrielle Landwirtschaft.

Laut UN-Bericht gehen jedes Jahr 24 Milliarden Tonnen wertvollen Humus verloren durch Pestizide, Kunstdünger und fehlende Fruchtfolge.

Landwirte mit Intensivlandwirtschaft zählen zu den größten Verursachern des Klimawandels, aber auch zu den Hauptleidtragenden, weil vielfach die Nahrungsmittelindustrie sie unter Druck setzt.

Zusammen sind sie weltweit für rund zwölf Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Enorme Mengen CO2 entstehen schon bei der energieintensiven Herstellung von Kunstdünger. Auf dem Acker entsteht daraus ebenfalls klimaschädliches Lachgas, und in den Rindermägen bildet sich das potente Treibhausgas Methan (siehe Greenpeace Studien).

Wer seinen Boden nicht schützt, den treffen die klimatischen Veränderungen besonders hart.

Wir Verbraucher sind in der ersten Reihe gefragt. Regional einkaufen, weniger Fertigprodukte, seltener Fleisch, und den Schadstoff Zucker so weit wie möglich vermeiden. Sicherlich kann man auf einem Zuckerrübenacker auch Kohl, Kartoffeln, Karotten und anderes Gemüse anbauen. Ein gutes Essen ist mit wenig Aufwand lecker zuzubereiten.

Ebenso müssen wir doch kein industriell hergestelltes Brot aus Fertigmischungen mit allerlei Stoffen, die nicht gut für uns sind, kaufen.

Freilich müssen wir dann etwas mehr für unser täglich Brot ausgeben, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden danken es uns.