Rhein-Main-Neckar

Kunstwerk abgerissen

Fränky über eine Aktion bei der "documenta"

Von Kunstwerken sollen Ausstellungs-Besucher eigentlich etwas Abstand halten. Damit die Werke nicht beschädigt werden. Bei der berühmten Kunstausstellung "documenta" in Kassel war das am Sonntag aber anders. Dort rissen Besucher sogar Teile eines Kunstwerks ab und nahmen diese mit nach Hause.

Das Kunstwerk, um das es ging, ist ein großer Tempel. An dessen Fassade waren Tausende von Büchern angebracht. Eine Künstlerin hatte ihn entworfen. Ihr Name ist Marta Minujín, und sie kommt aus dem Land Argentinien. Die Bücher für den Tempel waren oder sind noch irgendwo auf der Welt verboten. Die Künstlerin wollte mit diesem Tempel aus verbotenen Büchern gegen das Verbot von Texten protestieren.

Am Samstag erst war das Kunstwerk vollendet worden. Einen Tag später wurde es dann schon wieder abgebaut. Hunderte Besucher standen Schlange, um sich Bücher vom Tempel abzureißen.

Die "documenta" war im Juni gestartet. Sie läuft noch eine Woche. Viele Künstler aus aller Welt zeigen dort ihre Werke.