Rhein-Main-Neckar

Fahndungserfolg Zigarettenhehler und -schmuggler dingfest gemacht

Hoher Steuerschaden

Archivartikel

Odenwald-Tauber.Karlsruher Zollfahndern ist es nach umfangreichen Ermittlungen gelungen, eine Gruppierung von Zigarettenhehlern und -schmugglern zu überführen.

Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, bundesweit über sechseinhalb Millionen unversteuerter Zigaretten auf dem Schwarzmarkt abgesetzt zu haben.

Der Steuerschaden beläuft sich auf weit über eine Million Euro.

Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mosbach haben ergeben, dass sich mehr als zehn Männer osteuropäischer Herkunft auf verschiedenen Handelsebenen an den illegalen Aktivitäten beteiligt waren.

14 Durchsuchungen

Bei 14 Durchsuchungen, die die Zollfahnder im Mai und Juni dieses Jahres im Main-Tauber-Kreis, im Kreis Karlsruhe und in Freiburg vornahmen, beschlagnahmten sie neben umfangreichem Beweismaterial drei illegale Schusswaffen sowie 150 000 Zigaretten. Einer der mutmaßlichen Haupttäter, ein 48-jähriger Deutscher, wurde festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.

Ein weiterer wurde Ende Juli durch polnische Ermittler in Polen festgenommen und wartet auf seine Auslieferung nach Deutschland.

Auch in Polen kam es darüberhinaus zu mehreren Durchsuchungsmaßnahmen.

Am 4. September wurde durch die Staatsanwaltschaft Mosbach gegen vier Hauptverdächtige Anklage zur Wirtschaftskammer Mannheim erhoben.