Rhein-Main-Neckar

Leserbrief Zu „Delivery Hero löst wenig Begeisterung aus“ (FN, 21. August)“

„Hoffentlich kein Flop wie bei Wirecard“

Archivartikel

Jetzt ist es endlich soweit: Mit Handelsschluss am 21. August wurde das korrupte Unternehmen Wirecard mit seinen kriminellen Machenschaften aus dem „Dax“ geworfen. Aber warum nun ausgerechnet der Berliner Essenslieferant Delivery Hero als Ersatz in die erste Liga des Aktienmarktes aufgenommen wird, ist höchst unverständlich.

Dieses 2011 gegründete Unternehmen ist seit 2018 nicht mehr in Deutschland aktiv und hat noch in keinem Jahr einen Gewinn erzielt. Im Jahr 2019 lag der Verlust gar bei 663 Millionen Euro.

Was hilft es da, wenn der aufgeblähte Umsatz bei etwa 2,5 Milliarden Euro liegt?

Meiner Meinung nach sollte für die Beurteilung zur Aufnahme in den Dax die Eigenkapitalrendite herangezogen werden. Diese sollte mindestens so hoch sein, wie der durchschnittliche Zinssatz auf dem Kapitalmarkt, denn nur dann ist es sinnvoll, das Eigenkapital zum Betrieb eines Unternehmens zu verwenden.

Delivery Hero zahlt übrigens derzeit keinen Cent Dividende an seine Anteilseigner.

Bleibt nur zu hoffen, dass dies kein ähnlicher Flop wie bei Wirecard wird.