Rhein-Main-Neckar

Leserbrief Zu „Kanzlerin hört Klima-Klagen“ (FN, 21. August)

„Ganzheitlicher denken und handeln“

Archivartikel

Die dramatischen Appelle der Klima-Aktivisten werden angesichts der Wetterentwicklung nicht ernst genug genommen. Wie könnte es sonst sein, dass Steingärten angelegt werden und in den letzten Jahren immer größere Autos gekauft wurden, mehr Flugreisen stattfinden und der Landschaftsverbrauch steigt.

Mit jedem Quadratmeter, den wir der Natur entziehen, erhöht sich die Klimaproblematik, während die Kommunen innerorts vereinsamen. Viele Wohnungen, vor allem in privater Hand, stehen heute leer. Die Gründe sind vielfältig. Ein Hauptgrund sind die Rechte des Mieters, die von vielen Vermietern als überzogen angesehen werden. Die Währung der Zukunft wird Wasser und die erneuerbaren Energien sein. Der Bau der zweiten Gasleitung durch die Nordsee ist ökologisch und politisch umstritten und widerspricht den selbstgesteckten Umweltzielen. Zielführender wäre eine beschleunigte Erzeugung und Ausbau der erneuerbaren Energien, statt sie zu behindern.

Meteorologen warnen schon seit Jahren –bedingt durch den Klimawandel – vor Wasserknappheit. Es ist angesichts dieser Entwicklung schlicht unverständlich, dass sich die Politik und Wirtschaft nicht schon eher beziehungsweise überhaupt noch keine Gedanken gemacht haben, wie dem zu begegnen ist. Aus heutiger Sicht ergeben sich zwei Möglichkeiten: Wasser sparen und Aufbereitung von Meerwasser. Wenn Öl über hunderte von Kilometern gepumpt wird, müsste es auch mit Wasser möglich sein.

Wir alle sind gefordert, in unserem Tun ganzheitlicher zu denken und zu handeln. Die Zeit, in der jeder vor sich hin gewurstelt hat, muss ein Ende haben.