Rhein-Main-Neckar

Das neue Nautiland ist in Betrieb Vor der offiziellen Eröffnung am Sonntag machten sich am Samstag geladene Gäste ein Bild vom neuen Wasser- und Saunapark

„Bäderlandschaft stark aufgewertet“

Archivartikel

Würzburg.Knapp zwei Jahre hat es gedauert, den Bau des neuen Nautilands zu realisieren. Anfang November gingen die Wasserlandschaft und die Saunalandschaft des modernen Schul-, Sport- und Freizeitbads in der Zellerau bereits in den Probebetrieb gehen. Am Samstag wurde das Bad nun in Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste, darunter Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt und WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer, feierlich eröffnet. „Hausherr“ Jürgen Athmer, Geschäftsführer der Würzburger Bäder GmbH, hatte zur Eröffnungsfeier eingeladen.

Neue Marken-Botschaft

„Stellt euch vor, es gibt ein Land, in dem alle Menschen zusammenkommen können. Ein Land, in dem sich jeder frei entfalten kann. Ein Land, in dem Alter und Status, Herkunft und Besitz nicht über Freundschaften entscheiden. Ein Land, in dem man sich vom Alltag befreien kann. Ein Land, das alles außer gewöhnlich ist. Willkommen im Nautiland.“ – Die Marken-Botschaft des neuen Würzburger Schwimmbads zog sich wie ein roter Faden durch die Eröffnungsfeier, zu der am Samstagmittag zahlreiche geladene Gäste erschienen waren. Dass es ein Bad für alle sein soll, war auch der gemeinsame Tenor der Festredner.

„Es war uns ein Bestreben, hier ein Sport- und Freizeitbad zu schaffen, in dem jeder willkommen ist“, betonte Oberbürgermeister Christian Schuchardt in seinem Grußwort, und fügte hinzu: „Wenn ich mich so umschaue, dann bin ich fest davon überzeugt, dass uns das gelungen ist. Durch dieses Freizeitbad haben wir die Bäderlandschaft in unserer Stadt sehr stark aufgewertet.“

„Freizeitattraktion für alle“

Auch WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer wies darauf hin, dass mit dem neuen Nautiland eine Freizeitattraktion für alle geschaffen wurde. „Jeder kann sich hier wohlfühlen und den Alltag zumindest eine Zeit lang hinter sich lassen. Diese Botschaft richtet sich an die Schulen und Vereine, die das Bad in Zukunft nutzen werden, gleichermaßen wie an Familien und an alle, die sich für Schwimmen, Sauna und Wellness begeistern.“

„Es soll ein Bad für alle sein. Es soll das Bad für Würzburg sein“, betonte auch Dr. Jochen Fritz vom Planungsbüro Fritz Planung GmbH aus Bad Urach. Bäder-Chef Jürgen Athmer bezog sich in seiner Rede ebenfalls auf die Botschaft des neuen Nautilands und betonte: „Diese Vision wollen wir jetzt mit unseren Mitarbeitern erleben und erlebbar machen. Wir wollen, dass die Leute hier in dieses Land kommen, ihre Sorgen draußen lassen, hier ihren Spaß haben, hier ihre Erholung finden und gleichermaßen ein bisschen bemuttert werden.“

Mit dem alten Nautiland hat das neue Bad – außer dem Namen – nichts mehr gemein. Ab sofort laufen unter der Marke „Nautiland Energiequellen“ drei Bereiche: die „Wasserlandschaft“ mit dem klassischen Badebereich, die „Saunalandschaft“ mit Wellness- und Saunabereich und die „Eislandschaft“ mit der Eisbahn.

Das neue Nautiland lockt mit modernster, barrierefreier und umweltfreundlicher Technik, einem großen Sportbecken im Innenbereich, neuen Sprudelanlagen, einer neuen Hightech-Rutsche, Gastronomie und einem großen Wellnessbereich mit verschiedenen Saunen. Die Gastronomie hat die Genusswunder Würzburg GmbH (GWW) übernommen. Sie wurde im Juli dieses Jahres als 100-prozentige Tochter der WVV neu gegründet.

Zwei Jahre Bauzeit

2016 wurde durch im Stadtrat und im Aufsichtsrat der Würzburger Bäder GmbH der Beschluss gefasst, statt einer Sanierung das alte Nautilandbad durch einen Neubau zu ersetzen.

Am 5. März 2017 war der letzte Öffnungstag des alten Nautilands. Die Abbrucharbeiten begannen am 4. November 2017. Die Bauzeit für das neue Nautiland erstreckte sich von November 2017 bis November 2019.

Insgesamt wurden dabei 11 000 Tonnen Beton und 900 Tonnen Stahl für das neue Bad verbaut. Die Baukosten für das neue Schwimmbad betragen rund 34 Millionen Euro.

Der Freistaat Bayern fördert das Projekt mit einem Zuschuss von 5,3 Millionen Euro. Seit Sonntag können sich nun alle Schwimmbad- und Saunafans ihr eigenes Bild von den neuen Würzburger Energiequellen machen.

Aufgrund der noch andauernden Bauarbeiten für die künftigen Parkplätze vor dem Nautiland sollen Bade- und Saunagäste die öffentlichen Verkehrsmittel zum Nautiland zu benutzen oder auf der nahegelegenen Talvera parken. stw