Regionalsport

Vieles spricht für einen Zweikampf

Kreisliga Tauberbischofsheim: TSV Tauberbischofsheim und VfB Reicholzheim/Dörlesberg werden am höchsten gehandelt

In der Vorsaison hat es in der Kreisliga Tauberbischofsheim einen packenden Zweikampf um die Meisterschaft gegeben, der die Fans bis zum vorletzten Spieltag in Atem gehalten hat. Vieles deutet daraufhin, dass es auch in der kommenden Spielzeit 2019/20 zwei Teams geben könnte, die den Aufstieg in die Landesliga unter sich ausmachen werden. Zumindest sehen das die Mitkonkurrenten so, denn bei unserer traditionellen Umfrage unter den Vereinen wurden sowohl Landesliga-Absteiger TSV Tauberbischofsheim als auch Vizemeister VfB Reicholzheim/Dörlesberg jeweils neun Mal genannt.

Suppe selbst auslöffeln

Wer geglaubt hat, dass es beim TSV Tauberbischofsheim nach dem doch etwas überraschenden Abstieg aus der Landesliga Odenwald einen größeren personellen Einschnitt geben wird, der hat sich definitiv getäuscht. Obwohl das Saisonziel in der Vorsaison bei weitem nicht erfüllt wurde, setzt man beim TSV weiter auf Trainer Mario Fleischer. Und der hat nun in der Kreisliga im Prinzip das identische Team zur Verfügung. Auf gut deutsch heißt das; Diejenigen, die dem Verein die Suppe in Form des Abstieges eingebrockt haben, dürfen sie nun auch selbst auslöffeln.

Weiter verstärkt

Beim VfB Reicholzheim/Dörlesberg hat man Blut geleckt. Nach dem knapp verpassten Aufstieg in der Meisterschaft und darauf folgender Relegation wird das Team nun einen neuen Angriff auf den Titel starten. Dass die Aussichten noch größer geworden sind als sie ohnehin schon waren, dafür sorgen einige Neuzugänge in der Sommerpause, wie zum Beispiel zwei Brüder aus der mittlerweile berühmten Ochs-Dynastie in Wertheim oder Ivo Seubert vom Liga-Konkurrenten TSV Gerchsheim. Der war in der Vorsaison der zweiterfolgreichste Stürmer der Kreisliga Tauberbischofsheim – hinter Reicholzheims Top-Torjäger Joachim Gattenhof. Da kommt wohl eine geballte Ladung Offensiv-Power auf die Gegner zu.

Außenseiterchancen

Als Außenseiter gehandelt werden dieses Mal die SV Viktoria Wertheim sowie der TuS Großrinderfeld.

Die Wertheimer sind wie der TSV Tauberbischofsheim aus der Landesliga abgestiegen und werden sicherlich alles daran setzen, um wieder dorthin zu kommen, wo man war. Ob Platz eins bis fünf, was als Ziel anvisiert wird, realistisch ist, werden vermutlich schon die ersten Saisonspiele zeigen.

Beim TuS Großrinderfeld hat man mittlerweile nicht nur einen Kunstrasen (die momentan ja ins „Gerede“ gekommen sind), sondern auch vielversprechende junge Spieler, auf die man natürlich für die Zukunft setzt. Um die weiter gut auszubilden, wurde ein namhafter Trainer verpflichtet: Jürgen Wöppel, der sich in seiner aktiven Zeit als Oberliga-Torjäger einen Namen gemacht hat. Ob diese Rechnung aufgeht, wird ebenfalls schon die nahe Zukunft zeigen.

Klassenerhalt als Ziel

In der Vorsaison hat es praktisch kein Tabellenmittelfeld gegeben. Phasenweise begann die abstiegsgefährdete Zone schon ab Platz fünf. Es erscheint gar nicht unwahrscheinlich, dass dies auch in der kommenden Saison so sein könnte.