Regionalsport

Schloßaus neuer Anlauf

Kreisliga Buchen: Vizemeister ist Favorit auf den Titel / Zwölf Teams setzen auf denselben Coach

Eines steht schon vor Saisonbeginn fest: Wer in dieser Runde um die Meisterschaft mitspielen möchte, muss sich gegen den FC Schloßau behaupten. Fast alle Konkurrenten tippten auf die Odenwälder als Favoriten auf den Meistertitel der Kreisliga Buchen. Und das ist auch nachvollziehbar: Schloßau beendete die vergangene Saison auf Platz zwei und musste sich im Relegationsfinale erst nach Verlängerung gegen Neunkirchen geschlagen geben. Jetzt soll der Aufstieg möglichst auf direktem Weg gelingen.

Es geht quasi nur noch um Platz zwei – und für diesen gibt es einige potenzielle Kandidaten: Ganz vorne steht hier der VfB Sennfeld/Roigheim, der erst im vergangenen Jahr aus der A-Klasse aufstieg und die vorige Saison auf dem dritten Platz beendete. Auch die jüngsten Spitzenkandidaten Hainstadt, Mudau, Götzingen/Eberstadt und Gommersdorf II darf man nicht außer Acht lassen, alle wollen „einstellig werden“.

Mit der Eintracht Walldürn und dem SV Osterburken kommen gleich zwei Absteiger aus der Landesliga zurück ins Oberhaus des Fußballkreises. Bei Walldürn lag der Abstieg nach eigenen Aussagen an der mangelnden Chancenverwertung. Nachdem der SVO die zweite Mannschaft aus der Kreisliga abgemeldet hatte, startet nun die erste Mannschaft im Oberhaus des Kreises. In der Römerstadt stehen alle Zeichen erst einmal auf Umbruch. Den Anfang macht ein Wechsel auf der Trainerposition: Michael Wendel kommt für Jürgen Wöppel. Auch die Konkurrenz rechnet nicht mit einem direkten Wiederaufstieg des SVO – in den Meistertipps taucht Osterburken erst gar nicht auf ...

Neue Trainer

Nicht nur beim SVO gibt ein neuer Trainer die Kommandos an der Seitenlinie: Philipp Trautmann, ehemaliger Torhüter beim TSV Buchen, trainiert nun den TSV Mudau. Andreas Schulz tritt in die Fußstapfen von Edgar Baumann beim VfB Sennfeld/Roigheim und der Ex-Coach von Hardheim/Bretzingen, Chrischa Kreis, übernimmt den FC Donebach. Eine schwierige Aufgabe hat Christian Werner, neuer Trainer der SG Erfeld/Gerichtstetten, vor sich: Schon in der vergangenen Runde kämpfte die SG gegen den Abstieg, und das wird sich wahrscheinlich auch zur neuen Spielzeit nicht ändern.

Eine „Wundertüte“ könnte auch wieder die Saison des FC Donebach und des VfB Heidersbach werden: In einem Jahr spielen sie oben mit – im nächsten Jahr gegen den Abstieg. Beide Mannschaften haben einige Neuzugänge verpflichtet. Man darf also gespannt sein, wie sie sich in der kommenden Spielzeit schlagen. Beim FC Schweinberg heißt es nach dem vergangenen Jahrhundertspiel gegen den BVB die volle Konzentration auf die Vorbereitung für die neue Runde zu richten, die man in der „oberen Tabellenhälfte“ beenden möchte. Bei der starken Konkurrenz könnte das aber schwierig werden.

Der SV Waldhausen schloss sich mit dem FV Laudenberg zusammen und bildet eine „Spielgemeinschaft“ – die einzige neue „SpG“ in der Kreisliga.

Zwei Teams schafften den Sprung aus der Kreisklasse A in die Kreisliga: Der TTSC Buchen stieg als Meister direkt auf, der SV Schlierstadt gewann die Relegation gegen Hardheim/Bretzingen. Beide Aufsteiger gaben als Saisonziel den Klassenerhalt an, doch gerade für den TTSC mit Top-Torjäger Muhammed Hammoud dürfte noch mehr drin sein. Wenn man jedoch bedenkt, dass der TTSC Buchen vor zwei Jahren noch in der B-Klasse gekickt hat, wäre ein Verbleib in der Kreisliga schon ein Riesenerfolg.

Beachtlich ist die Anzahl der Zugänge des Stadtkonkurrenten TSV Buchen: 15 neue Spieler, darunter sieben aus der eigenen Jugend. Damit dürften die Buchener gerüstet sein, um wieder im Rennen um den Landesliga-Aufstieg mitzumischen. Sie sind allerdings bescheiden und gaben als Saisonziel einen „einstelligen Tabellenplatz“ an.

Mit Jürgen Kilitschawyj, Ex-Coach der Spvgg. Hainstadt, hat der FC Hettingen einen namhaften Neuzugang verpflichtet und geht optimistisch in die neue Saison – ein einstelliger Tabellenplatz soll es am Ende werden.

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