Regionalsport

Positionsunabhängigkeit als Pfund

Landesliga Odenwald: Der TSV Rosenberg glaubt, dass ihm die neue Spielweise entgegen kommt / Mit viel Erfahrung

Oftmals ist es doch so: Nach den Meisterfeierlichkeiten beginnt das Kopfweh – nicht nur wegen diverser alkoholischer Getränke. Nein, oft merken Vereine erst dann, welche Mammutaufgabe nun vor ihnen liegt. Beim TSV Rosenberg war das nicht so: „Wir hatten den Aufstieg als Ziel ausgegeben, wir wollten in die Landesliga“, sagt Christoph Meier, spielender Trainer bei den „Grün-Weißen“.

„Wir wissen auch, was auf uns zukommt“, ergänzt Co-Trainer Daniel Breitinger, ebenfalls auf dem Feld agierend, und begründet: „Viele haben schon in dieser Klasse oder höher gespielt.“ Beispiele gefällig? Bitte: Benjamin Krauth, Christoph Meier, Sandro Lutz, Alex Löw, Torben Volk, Daniel Breitinger und Florian Rechner. In Sachen Erfahrung haben die Rosenberger zumindest einmal einen Vorteil gegenüber ihren beiden Mitaufsteigern Assamstadt und Elztal.

Fußballerisch liegt die Stärke des TSV gewiss in der Offensive. Mit Daniel Breitinger (zuletzt 36 Treffer in der Kreisliga Buchen) und Florian Rechner hat der TSV zwei überdurchschnittliche Angreifer. Beim Streben nach einem raschen Klassenerhalt ist gewiss die geänderte Spielweise in der Landesliga zuträglich: „Wir werden mehr Räume haben als in der Kreisliga, in der die meisten hinten rein gestanden sind“, so Breitinger. Zudem sieht er es als Vorteil, dass die meisten Spieler nicht „positionsspezifisch“ gebunden sind. „Das macht uns schwerer ausrechenbar, und wir können eventuelle Verletzungen besser kompensieren“, erklärt Christoph Meier.

Wie stark die Defensive ist, weiß Trainer Christoph Meier gar nicht genau – weil sie in den meisten Spielen der zurückliegenden Saison nicht sehr gefordert worden ist. „Das wird jetzt anders“, weiß der ehemalige Verbandsliga-Spieler des SV Schollbrunn, der „höchstpersönlich“ die Abwehrreihe des Aufsteigers zusammenhalten wird.

Für die Saison müsse der TSV noch kompakter, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen noch kleiner sein, wissen die beiden Trainer.

Angetan sind die beiden von Neuzugang Paul Galm. Der junge Spieler „bringt Leben ins Team“. Auch Thomas Hofmann habe den Konkurrenzkampf bereichert. Im Tor wird auch Maximilian Schweizer zu seinen Einsätzen kommen.