Regionalsport

Neuer Trainer, altes Ziel

Landesliga Odenwald: Der TSV Oberwittstadt möchte wieder vorne mitspielen

Seit zehn Jahren gehört der TSV Oberwittstadt bereits der Landesliga an. In den vergangenen Spielzeiten etablierte sich die Mannschaft stets in der Spitzengruppe. Im vorigen Jahr stand für den TSV die Tür zur Verbandsliga schon einen kleinen Spalt offen, denn die „Grün-Weißen“ errangen die Vizemeisterschaft, scheiterten aber im anschließenden Relegationsspiel gegen den FC 07 Heidelsheim.

„Nach der Runde ist vor der Runde“, sagte sich Trainer Dominik Lang und formte auch in der nunmehr zu Ende gegangenen Spielzeit eine neue, schlagkräftige Mannschaft, mit dem Ziel, wieder eine erfolgreiche Verbandsrunde zu spielen, was eindrucksvoll gelungen ist. „Wir sind mit dem Abschneiden in der vorigen Saison voll zufrieden“, sagte Abteilungsleiter Klaus Rüttenauer, der auch anerkannte, dass der jetzige Landesligameister VfR Gommersdorf und der Vizemeister, die Spvgg. Neckarelz, einfach eine Klasse für sich waren. Trotzdem sind die Spieler stolz, unmittelbar dahinter mit 71 Punkten den dritten Platz erreicht zu haben.

In der neuen Landesligarunde gibt es für den Verein natürlich eine Zäsur, denn der seitherige Trainer Dominik Lang hat nach dreieinhalbjähriger, überaus erfolgreicher Zusammenarbeit den Landesligisten verlassen und übernimmt die U16-Mannschaft des Drittligisten Kickers Würzburg. Sein Weggang wird beim TSV Oberwittstadt sehr bedauert.

Einst Spieler beim FV Lauda

Für die neue Saison 2019/2020 wurde mit Claudio Henn (geborener Scheidle) aus Bad Mergentheim ein Nachfolger gefunden. Der selbstständige Physiotherapeut war als Spieler beim VfR Bad Mergentheim und dem FV Lauda tätig. An Erfahrung mangelt es dem 33-Jährigen nicht. Als Trainer arbeitete er jeweils in der Bezirksliga bei der Spielgemeinschaft SV Löffelstelzen/VfB Bad Mergentheim und in Wachbach sowie beim FC Igersheim in der Kreisliga A.

Die Verantwortlichen freuen sich sehr, dass es ihnen gelungen ist, den B-Lizenz-Inhaber zur neuen Spielzeit nach Oberwittstadt zu holen: „Claudio ist trotz seiner jungen Jahre ein Trainer mit sehr viel Erfahrung und hoher Fachkompetenz“, so Rüttenauer.

Nun gilt es, mit dem neuen Trainerteam (unterstützt wird Henn vom spielenden Co-Trainer Sebastian Walz) wieder voll anzugreifen und deren Vorgaben bestens umzusetzen, denn das Ziel ist natürlich wieder, vorne mitzuspielen und möglichst lange Kontakt zu den Top-Plätzen zu haben.

Der Erfolg wird aber auch davon abhängen, wie die drei Abgänge Christoph Kunkel, Daniel Czerny und Konstantin Panzer kompensiert werden können. Als Neuzugang konnte zum ersten Vorbereitungsspiel auf dem Feld nur Georg Deißler (DJK Bieringen) begrüßt werden. Maximilian Günther, der vom SV Adelsheim kam, verletzte sich beim letzten Verbandsspiel am Kreuzband, so dass er für längere Zeit nicht zur Verfügung stehen wird. Philipp Maier rückt von der zweiten in die erste Mannschaft hoch. Die Lücke, welche die drei Abgänge gerissen haben, soll vor allem Andreas Beckmann schließen. Er ist nach zwei überstandenen Operationen wieder voll einsatzfähig. Hinzu kommt noch Alexander Baumann vom Jugendfußball Ravenstein.