Regionalsport

Leichtathletik Kevin Antoni vom ETSV Lauda holt Platz zwei in seiner Altersklasse beim Allgäutriathlon

Mit Olympiasieger auf „Laktat-Party“

Kevin Antoni vom ETSV Lauda war bei der 37. Auflage des Allgäutriathlons gemeinsam mit Olympiasieger und Weltmeister Jan Frodeno am Start.

Mit dem zweiten Platz in der Altersklasse und Gesamtrang sieben beim ältesten und laut Veranstalter schönsten Triathlon im Allgäu vor 30 000 Zuschauern und 2700 Teilnehmern war Kevin Antoni zufrieden.

Kühle Temperaturen und Regen in den Tagen vor dem Wettkampf ließen auch den Alpsee in Bühl abkühlen, so dass am Renntag beim Schwimmen der Kälteschutz angesagt war. Aber pünktlich zur 37. Auflage des Kulttriathlons im Allgäu hatte Petrus ein Einsehen und ließ das Allgäu bei herrlichem Sonnenschein und über 32 Grad erstrahlen.

Laufen mit dem großen Vorbild

Mit am Start war auch der Olympiasieger und mehrfache Weltmeister Jan Frodeno, der an seinem 38. Geburtstag zur „Laktat-Party“ geladen hatte. Auf seinem Weg zur Weltmeisterschaft nach Kona (Hawaii) beschenkte er sich mit seinem Sieg über die Olympische Distanz selbst.

Für Kevin Antoni war es eine besondere Erfahrung, mit einem der Topstars der Triathlonszene in einem Rennen gemeinsam an der Startlinie zu stehen.

Der bekannt gute Schwimmer Jan Frodeno zeigte gleich bei der ersten Disziplin, dass er gekommen war, um zu siegen. Doch auch Kevin An-toni lieferte beim Schwimmen im Alpsee mit einem kurzen Landgang im kleinen Hafen von Bühl eine gute Leistung ab und beendete nach 21:06 Minuten die 1500 Meter Schwimmen als Siebter von insgesamt 900 Startern auf der Olympischen Distanz.

Nach dem flachen Schwimmen folgte für die Athleten ein erster Anstieg und über 500 Meter Laufen auf Wiesen und Asphalt zu den Rädern, bevor es auf die abwechslungsreiche und landschaftlich schöne 43 Kilomter lange Radstrecke mit 620 Höhenmetern ging. Nach wenigen Minuten kommt mit dem „Kalvarienberg“ dann schon das erste Highlight und eines der Markenzeichen des Allgäutriathlons. In Immenstadt verlangt dieser knackige 800 Meter lange Anstieg mit bis zu 18 Prozent den Teilnehmern alles ab.

Durch ein dichtes Spalier von Zuschauern kämpft man sich den Berg hoch und muss aufpassen, angesichts der lauten Anfeuerungen und des typischen Kuhglockengeläuts, nicht zu früh alles gegeben zu haben. Nach einem eher flachen Stück beginnt dann am Niedersonthofener See der lange und steile Anstieg nach Ettersberg auf fast 1000 Meter Höhe. Nach rasanten und flacheren Abwärtspassagen geht es dann sanft ansteigend nochmals auf 900 Meter hoch, bevor es die letzten vier Kilometer flott zum See zurückgeht. Nach 1:15:04 Stunden hatte Kevin Antoni den „Radausflug“ durchs schöne Allgäu mit Aussicht auf die Alpen hinter sich gebracht.

Die Zehn-Kilometer-Laufstrecke führte mit bestem Blick und ohne Schatten am malerischen Seeufer entlang. Nach einem Wendepunkt musste bei Kilometer sieben noch der legendäre Kuhsteig überwunden werden. Dies ist ein knapp 300 Meter langer und 50 Meter hoher Anstieg, über den an normalen Tagen die Kühe auf die Weiden getrieben werden. Aufgrund der Nähe zu Wechselzone und Ziel waren hier auch wieder zahlreiche Zuschauer und Zuschauerinnen, um die Athleten nach oben zu treiben. Die Höhenmeter und die Hitze machten sich auch bei Kevin Antoni bemerkbar, so dass ihm die zehn Kilometer noch einmal alles abverlangten. Nach 2:22:07 Stunden finishte er nur sechs Plätze nach Sieger Jan Frodeno, der ihn im Ziel empfing.

Mit seinem zweiten Platz in der Altersklasse war Kevin Antoni dann auch sehr zufrieden. Die ebenfalls kultige Zielverpflegung für die Strapazen beim Kulttriathlon im Allgäu.