Regionalsport

Mischung aus Ballbesitz und Konterfußball

Archivartikel

Landesliga Odenwald: Offensive Außenspieler sollen das Angriffsspiel des VfR Uissigheim prägen / Talente mit Perspektiven

Mehmet Pehlivan hatte eine lange Anlaufzeit, um sich auf seine neue Aufgabe als Trainer beim VfR Uissigheim vorzubereiten: Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hatte der damalige Amtsinhaber Andreas Walz den Verein informiert, dass er am Rundenende 2019 sein Amt niederlegen werde. Gleich darauf kontaktierten die VfR-Verantwortlichen den DFB-Stützpunkttrainer Pehlivan. Rasch sagte er zu und hatte somit im Grunde die komplette Rückrunde Zeit, sein neues Team zu „sichten“. „Die Mannschaft ist gut, im Grunde möchte ich nur Details verbessern“, sagt er.

Viele Passübungen

Die ersten Trainingseindrücke seien positiv. „Es herrscht ein guter Zusammenhalt, alle ziehen mit.“ Mehmet Pehlivan hat genaue Vorstellungen, wie das Spiel seiner neuen Truppe aussehen soll: Gerne möchte der VfR den Ball haben; und hat ihn der Gegner wünscht er Überzahl in Ballnähe. Um diese zu erreichen, benötigen die Jungs natürlich eine gute körperliche Verfassung. Um den Ballbesitz zu garantieren, prägen viele Passspiele die Trainingseinheiten.

Bei aller Gier nach dem Spielgerät weiß der gewiefte Trainer aber auch, dass es Spiele geben wird, in denen man den Gegner tief aufnehmen wird und aus einer Konterstellung agiert.

Zudem strebt der neue Coach eine größere Flexibilität beim System an. „Wir möchten dahin kommen, dass wir auch während eines Spiels umstellen können. Im Ballbesitz favorisiert er ein 4-3-3-System mit offensiven Außenspielern. „Ich bin ein Fan von Johann Cruyff“, sagt er mit einem Augenzwinkern und dem smarten Hinweis auf die „Ajax-Amsterdam-Schule“.

Viele junge Spieler aus der eigenen Reihen sind dazugekommen. Janik Steinhäuser und Aaron Tomic sind zwei Spieler, die im Uissigheimer Fußball nicht nur zwei angesehene Nachnamen tragen, sondern denen der Coach den Sprung in die Startelf zutraut. Aus dem seitherigen Kader traut er Louis Füger, Jonas Faulhaber und Yannick Schmitt den nächsten Schritt in Richtung Führungsspieler zu. Und mit diesen als Stützen möchte der VfR die neue Saison wieder „einstellig“ abschließen.